Autograf: Stanford University Music Library (US-STum), Sign. MLM 979E

Sr. Wohlgeb.
Herrn L. Schlösser
Großherzogl. Hofmu-
sikdirector
in
Darmstadt.


Cassel den 12ten
April 1853.

Hochgeehrter Herr,

Die beste Empfehlung, die ich Ihrem Herrn Sohn nach London geben kann, ist die an meinen alten Freund Molique, der sich seit einigen Jahren ganz dort fixirt hat und in großem Ansehen steht. Er wird Ihrem Herrn Sohn am besten rathen können, wie er es anzufangen hat, um bekannt zu werden und durchzudringen, was bey der Masse von fremden Künstlern, die jede Saison nach London strömen, allerdings keine leichte Aufgabe ist. Machen Sie ihn doch auch aufmerksam, daß er es nicht versäume, seine beyden Landsleute, Fräulein Speyer und Herrn Pauer, beyde ausgezeichnete Pianoforte-Virtuosen in London aufzusuchen. Beyde können und werden ihn gern in ihre musikalischen Zirkel einführen.
Mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr
ergebenster
Louis Spohr.

Erwähnte Personen: Molique, Bernhard
Pauer, Ernst
Speyer, Antonie
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: London
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1853041214

http://bit.ly/2rnvljD

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Schlösser a Spohr, 08.04.1853.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (01.06.2017).