Autograf: Spohr Museum Kassel, Sign. Sp. ep. 1.2 <18391121>

Hrn. Kapellmeister Spohr.

Hochgeehrtester Freund und Gönner!

Ihre heute Abend ausgesprochene Ansicht, daß man den traurigen Moment des Abschiednehmens wo möglich vermeiden solle, läßt mich hoffen, Sie werden es mir nicht übel deuten, wenn ich Ihnen hiermit schriftlich meinen schwachen Dank bringe, mehr vermag ich nicht; welch glückliche Stunden ich bei Ihnen verlebte, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen, danken Sie Ihrer verehrten Frau Gemahlin in meinem Namen auf das innigste, und entschuldigen Sie gütigst, wenn ich Ihnen während der 9 Tage mit so manchem zur Last fiel; die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mildert das Herbe dieses Augenblicks einigermaßen. Leben Sie wohl und so glücklich wie Sie es verdienen, empfehlen Sie mich nochmals allen Bekannten, auch sämmtlichen Mitgliedern Ihrer Kapelle.

Mit der größten Verehrung und Ergebenheit
stets der Ihrige
Adolph Hesse.

Cassel, Mittwoch den 21. Novemb. 1839.

Erwähnte Personen: Spohr, Marianne
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hofkapelle <Kassel>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1839112131

http://bit.ly/1qbkcA5

Spohr



Der letzte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Hesse, 02.11.1839. Der nächste Brief dieser Korrespondenz ist Hesse an Spohr, 03.01.1840.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (24.04.2015).