Autograf: Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Breslau den 31n October
1835

Hochgeehrter Herr Kapellmeister,

Beifolgend erhalten Sie 52 Thaler in Lastanweisungen für 13 Klavierauszüge Ihres Oratoriums, ein Subskribent ist leider mit Tode abgegangen, indeß werde ich das eine Exemplar bestimmt unterbringen. Für die beiden Freiexemplare meinen ergebensten Dank.
Wenn die Zahlung etwas spät kommt, so ist es nicht meine Schuld, indem einige der Subskribenten haben warten laßen, zufällig kam uns ein neues Instrument von Wien an und ich mußte dafür 400 Thaler sofort entrichten, sonst würde ich die rückständigen Beiträge jedenfalls nicht weiter umgelegt haben. Von der Partitur bitte ich mir 1 Exemplar gütigst zu senden, die Bezahlung wird dann gleich folgen. Mein neues Instrument macht mir große Freude, es ist in jeder Beziehung ein Prachtstück und hat den ganz eigenthümlichen Grafschen Ton welcher schöne Fülle mit größter Klarheit verbindet. Unsere Konzerte haben bereits begonnen, und erfreuten wir uns ein 2tes an Ihrer 3. Sinfonie! Sonst ist hier alles ruhig.
Schließlich bitte ich ergebenst, mir den richtigen Empfang des Geldes gütigst bald zu melden, und bin,
Ihnen noch immer für alles genoßene Gute herzlich dankbar

Ihr Verehrer
Adolph Hesse

Herzliche Grüße an die lieben Ihrigen und alle Bekannten.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Spohr, Louis : Sinfonien, op. 78
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835103131

http://bit.ly/1ouTzF6

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Hesse, 15.09.1835. Spohr beantwortete diesen Brief am 13.12.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (18.12.2014).