Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochgeehrtester Herr Doctor, und Capellmeister,
Hochgeschätzter Freund!

Obschon ich erst kürzlich Ihnen einige Zeihlen zusante, so drängt mich mein Herz voll von Huldigung für Sie, mich dennoch zur Feder: um durch Gegenwärtiges, sich den Weg in den Preiß ihrer Sie hochzuverehrenden Freunde zu bahnen. Vermögen auch diese schwachen Schriftzeichen nicht, Ihnen meine Gefühle, am Tage ihres Geburtsfestes vollkommen auszudrücken; so bin ich doch gewiß, daß der herzliche Wille sich einer gütigen Aufnahme erfreuen darf. Entnehmen Sie, aus der Tiefe meiner Seele den Wunsch, die Vorsehung möge Ihnen volle Schöpferkraft, und beständige Geistesstärke bis ins späteste Alter verleihe: auch bis dahin, Ihnen ihr größtes Gut, ihre liebevoll gute Gattin, zu ihrer Freude, und völliger Zufriedenheit zur Seite laßen, damit alle noch folgenden Wechsel dieses Tages Sie in Frohsin begrüßen.
Ehre, Ruhm, ein völliges Auskommen, haben Sie sich erworben; daher dürfte Besagtes, in all ihren Wünschen wiederhallen.
Mir aber bleibe das frohe Bewußtsein, auch für die Folge, mich Ihrer Güte und Freundschaft erfreuen zu dürfen, in dieser Hoffnung verharrt
Hochachtungsvoll

Ihr
aufrichtig ergebenster Freund
W. Bärwolf.

Meiningen d 3t April
1834.

Autor(en): Bärwolf, Johann Christian Wilhelm
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Spohr, Dorette
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1834040344

http://bit.ly/32Owm90

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Bärwolf an Spohr, 03.02.1834. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Bärwolf an Spohr, 01.04.1835.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (23.07.2020).