Autograf: Spohr Museum Kassel (D-Ksp), Sign. Sp. ep. 1.5 <Kistner 18301014>

Sr. Wohlgeb.
Herrn Fr. Kistner
Karthause, in
Leipzig.

franco.


Cassel den 14ten October
1830.

Wohlgeborner Herr,

Bey Empfang Ihres geehrten Schreibens stand ich eben mit Schlesinger über den Verkauf des Clavierauszugs vom Alchymist in Unterhandlung und da ich nicht wußte, ob er meine Forderung acceptiren werde, so verzögerte ich die Antwort. Nun hat er aber meine Bedingungen zugestanden und ich kann daher über dieses Werk nicht weiter disponiren.1
Ich habe mich2 übrigens sehr gefreut aus Ihrem Briefe zu ersehen, daß Sie Ihrer Neigung für die edle Musica treu geblieben sind und nun auch als Kaufmann mit ihr zu thun haben werden.3
Unter herzlichen Empfehlungen an Ihre ganze Familie mit vorzüglicher Hochachtung ganz

der Ihrige
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Der Alchymist
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Schlesinger <Berlin>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1830101426

http://bit.ly/30oxIm9

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Kistner an Spohr. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Kistner, 30.05.1832.

[1] Dieser Brief ist noch nicht ermittelt.

[2] „mich“ über der Zeile eingefügt.

[3] Kistner hatte bis zum 01.03.1830 in der Seidenwaren-Großhandlung Bergmann / Gerischer gearbeitet, zum Schluss als Teilhaber (vgl. Petra Dießner, Einführung zu „Robert und Clara Schuman im Briefwechsel mit den Verlagen H.A. Probst – Fr. Kistner 1831 bis 1836 und Fr. Kistner 1836 bis 1853“, in: Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Leipziger Verlegern IV, hrsg. v. Petra Dießner, Michael Heinemann, Thomas Synofzik und Konrad Sziedat (= Schumann Briefedition III,4), Köln 2010, S. 113-142, hier S. 117f.).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (18.09.2019).