Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. 55 Nachl. 76,46

Sr. Wohlgeb.
Herrn Wilhelm Speyer
in
Offenbach a/m


Cassel am 16ten
Juni 1823.

Geliebter Freund,

Ich habe allso heute einen Wechsel1 über 7519 fl. 11 x auf Sie an die Order der Gebrüder Pfeiffer ausgestellt, der Ihnen am 24sten dieses durch die Gebr. Hartmann präsentiert werden wird. Ich ersuche Sie um die Gefälligkeit das Geld in Frankfurt auszuzahlen weil es, wie ich höre, mir noch kosten verursachen würde, wenn Sie es in Offenbach auszahlten.
Sie haben nur recht lange keine Nachricht von Ihnen und den Ihrigen Befinden gegeben; verschieben Sie es nur nicht länger. Wir sind alle wohl und vergnügt. Bey den jetzigen Ferien habe ich recht genau Aufsicht bey der Reparatur und der Decoration unserer neuen Wohnung führen können und habe nun die Freude sie bald und nach Wunsch vollendet zu sehen. In 14 Tagen werden wir einziehen. Dann sollten Sie uns nur recht bald einmal besuchen, wo möglich zur Zeit der Aufführung der neuen Oper am 28sten Juli. – Mit Ende dieses Monaths werden die Proben beginnen. Noch nie war ich so begierig ein neues Werk von mir zu hören als bey dieser.
Frau und Kinder lassen Sie alle herzlichst grüßen. Mit unveränderlicher Liebe stets der Ihrige

Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Jessonda
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1823061602

http://bit.ly/1oo4osY

Spohr



Dieser Brief schließt direkt an Spohr an Speyer, 17.05.1823 an. Speyer beantwortete diesen Brief am 28.06.1823.

[1] Hier gestrichen: „auf”.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (16.02.2016).