Autograf: letzter Nachweis siehe Druck
Druck: Fine printed and manuscript music. Including L. van Beethoven, two autograph letters signed, W.A. Mozart, autograph manuscript of the opening of an unrecorded piano quintet […] day of sale Wednesday, 21st November (= Kat. Sotheby‘s), London 1990, Nr. 276
Inhaltsangabe: Catalogue of valuable Books and Manuscripts also Autograph letters and Historical Documents […] (= Kat. Sotheby, Wilkinson & Hodge), London 1922, S. 69

[...] durch zwei Ventile erhöht und vertieft er die natürliche Stimmung des Instrumentes um eine Halben Ton und gewinnt so die chromatische Tonleiter im ganzen Umfange des Instruments. Zum Solospiel sind diese Erfindungen von Nutzen [...] im Orchester möchte ich sie aber nicht eingeführt sehen [...]

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Hummel, Johann Nepomuk
unbekannt
Erwähnte Personen: Roland, Sophie
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Zemire und Azor
Erwähnte Orte: Alzey
Amsterdam
Weimar
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Hoftheater <Weimar>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1823011614

http://bit.ly/2C8VgF4

Spohr



Der Druck ergänzt den Inhalt: „Spohr (Louis) Autograph letter signed ("Louis Spohr"), to a musician in Weimar, discussing the recent innovations in construction of horns and trumpets and the use of valves to alter the pitch and the possible use of these developments in solo and orchestral music, enclosing the scores of his opera Zemire and Azor and Roland which he commends to the writer for close and careful study and expressing regret that they will not meet in Weimar, 4 pages, 4to, first leaf repaired, with traces of mount, otherwise in good condition, Kassel, 16 January [18]23“.
Mit „Roland“ ist hier wohl keine Oper, sondern die Sängerin Sophie Roland gemeint, über die Spohr einige Tage später, 26.01.1823, an Wilhelm Speyer schrieb: „In Weimar, wohin ich mit unserm Generaldirektor einen kl. Ausflug machte, haben wir eine junge, sehr talentvolle Sängerin, Dem. Roland engagirt, die eine herrliche Zemire seyn wird.“
Da sich Spohr hier offensichtlich mit einem Musiker in Weimar austauscht, liegt der dortige Hofkapellmeister Johann Nepomuk Hummel als Empfänger nahe; dies lässt sich derzeit jedoch nicht sicher belegen. Zumindest scheint sich Hummel in seinem nächsten erhaltenen Brief an Spohr vom 21.02.1823 nicht auf diesen Brief zu beziehen.
Die sehr ähnliche Inhaltsangabe im früheren Sotheby’s-Katalog lässt eine Identität mit diesem Brief vermuten, wobei dann dort ein fehlerhaftes Datum anzunehmen wäre; es könnte sich freilich auch um einen zeitlich nahen Brief mit ähnlichem Inhalt handeln: „Spohr (Louis) A.L.s. 3½ pp. 4to, Cassel, Jan. 23, n.y.[sic!] a long and interesting letter speaking of his orchestra and of invention for raising and lowering the tone of trumpet or horn, two words torn away“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (07.07.2020).