Autograf: nicht ermittelt
Inhaltsangabe 1: Louis Spohr’s Selbstbiographie, Bd. 2, Kassel und Göttingen 1861, S. 151
Inhaltsangabe 2: ders., Lebenserinnerungen, hrsg. v. Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 2, S. 125, Text mit fehlerhafter Paginierung auch online

Autor(en): Salisch, Carl Heinrich von
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Caroline Amalie Sachsen-Gotha-Altenburg, Herzogin
Romberg, Andreas
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hofkapelle <Gotha>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1821122047

http://bit.ly/3fLafGA

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Salisch, 08.12.1809.
Spohr gibt den Inhalt dieses Briefs in seinen Lebenserinnerungen wieder: „Graf Salisch, mein alter Gönner in Gotha, schrieb mir nämlich, die Herzogin habe in Erfahrung gebracht, daß ich jetzt in Dresden privatisiere, und sie lasse daher bei mir anfragen, ob ich nicht geneigt sei, in mein altes Engagement, das durch Andreas Rombergs ohnlängst erfolgten Tod von neuem erledigt sei, wieder einzutreten? Man werde mir, fügte Graf Salisch hinzu, eine bedeutende Steigerung meines frühern Gehaltes bewilligen können. – Hätte ich nicht bereits in Kassel zugesagt gehabt, so würde ich vielleicht, um meiner Frau die Freude der Wiedervereinigung mit ihrer Mutter und der Rückkehr in ihr Vaterhaus bereiten zu können, diesen Antrag dem frühern vorgezogen haben.“
In einer Bemerkung in seinem Brief an seine Frau Dorette bestätigt Spohr am 13.01.1822 vorhergehende Anstellungs-Versuche des Gothaer Hofes: „Schade, Bärwolf und Schramm kamen noch abends um 10 Uhr zu uns […] Diese sagten mir schon, der Hof habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben mich zu gewinnen [...]“.
Sollten Spohrs Lebenserinnerungen hier korrekt sein, gibt die Inhaltsangabe mehrere Anhaltspunkte für die Datierung. Andreas Romberg starb am 10.11.1821. Spohr erhielt diesen Brief seiner Angabe zufolge erst, nachdem er bereits in Kassel zugesagt hatte. Da Spohr dem Hoftheater in Kassel am 15.12.1821 zusagte, dürfte dieser Brief in der zweiten Dezemberhälfte entstanden sein.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (02.06.2021).