Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Indem ich Ihnen geehrtester Herr Kapellmeister den Wunsch eröffne, daß Sie den Hof, und das Publikum von Berlin auch Ihr seltenes Talent an nächstem Freitage1 noch einmal erscheinen mögten: bin ich bei der Theurung welche durch das große Ballet an diesem Tage veranlaßt wird, zugleich genöthigt, Sie zu ersuchen, ein Honorar von 40 Friedr.d’or annehmen zu wollen2, weil es sonst nicht wahrscheinlich ist, daß die etatsmäßige Einnahme von 500 Rth erreicht werden kann.
Ich bitte recht sehr sich überzeugt zu halten, daß mir die Cassen Nothwendigkeit nicht zu dieser Proposition bringen kann. Im Fall Sie uns erfreuen, bitte ich um Mittheilung Ihres Repertoire da heute gedruckt wird.
Mit größter Hochachtung und Ergebenheit

Brühl

Berlin
den 10 Novb 1819

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Berlin
Erwähnte Institutionen: Königliche Schauspiele <Berlin>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1819111044

http://bit.ly/2fPgbOD

Spohr



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Brühl an Spohr, 31.10.1819. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Brühl, 01.12.1819.

[1] Zum Konzert am 12.11.1819 vgl. „Berlin. Uebersicht des November”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 21 (1819), Sp. 873-876, hier Sp. 874

[2] Dagegen gibt Spohr in seinem Brief an Wilhelm Speyer, 21.11.1819 an, er und seine Frau seien beim zweiten Konzert „unter den selben Bedingungen” aufgetreten, demzufolge also wieder mit 60 Friedrichsd'or Gage.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (11.11.2016).