Autograf: Harvard University Cambridge MA, Houghton Library (US-CAh), Sign. THE f TS 990.1 v.5

Frankfurt den 17ten August
18.

Wohlgeborner
Hochzuverehrender Herr,

In Antwort auf Ihr geehrtes Schreiben vom 30sten Juni an das hiesige Theatercomité, habe ich die Ehre Sie um die Mittheilung Ihrer Komposition zu dem uns bereits überschickten Manuscr. Das Fischermädchen, ergebenst zu bitten, wenn Ihnen nämlich das Honorar, welches wir Ihnen offeriren können, anständig ist. Für etwas bedeutendere Opern in einer Art wird von uns gewöhnlich ein Honorar von 8 Dukaten bezahlt und erst kürzlich habe ich 2 neue Opern in einem Acte die Großmuth des Scipio und Nachtigall und Rabe dafür zugeschickt erhalten. Dasselbe offeriren wir Ihnen inclusive der Kopiaturgebühren.
Ferner würde ich mich mit Ihnen, mir aus öffentlich Blättern rühmlichst bekanntem Talent als Kompositeur näher bekannt zu werden und Ihr Werk bald und, wie sich das von selbst versteht, mit der nöthigen Sorgfalt in Scene setzen, der ich mit vorzüglicher Hochachtung mich nenne

Ew. Wohlgeb.
ergebenster Diener
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Romberg, Andreas : Die Großmut des Scipio
Schmidt, Johann Philipp Samuel : Das Fischermädchen
Weigl, Joseph : Nachtigall und Rabe
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Frankfurt am Main>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1818081715

http://bit.ly/2vTC4Dn

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Schmidt an das Stadttheater in Frankfurt am Main, 30.06.1818. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Schmidt an Spohr, 01.02.1822.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (13.09.2017).