Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Magdeburg den 15 Januar 1858.

Hochgeehrter Herr General Musik Director.

Schon vor einigen Jahren wandte sich der musikalische Dirigent unsers Vereins, Herr Julius Mühling, an Sie mit der Bitte, uns von Ihrem herrlichen Werke: „des Heilands letzte Stunden“ die Partitur, Orchester und Singstimmen zu einer Aufführung zu leihen. Leider konnten Sie damals diese Bitte nicht erfüllen, da Sie die Noten selbst zu einer Aufführung bedurchften, versprachen aber sie zu einem späteren Termin gern zu geben. Wir wünschen nun, Ihr Werk zum kommenden Charfreitag, den 2 April aufzuführen und dürfen uns wohl der Hoffnung hingeben, daß Sie dießmal unsere Bitte, uns obige Noten zu leihen, erfüllen können.
Sein Sie versichert, daß wir Ihre Güte mit besonderem Danke anerkennen und daß sei die Noten pünklich und unbeschädigt, sofort nach geschehener Aufführung urückerhalten werden.
Wir besitzen zwar einen Clavier Auszug Ihres Werkes, wir würden es aber gern sehen, wenn Sie ein zweites Exemplar mitsenden könnten. Aus den Zeitungen ersahen wir mit Vergnügen, daß es mit Ihrer Gesundheit besser geht und wünschen wir Ihnen von Herzen eine fernere gute Besserung. Wir bemerken noch, daß unser Verein ca 120 active Mitglieder zählt und begrüßen Sie

Hochachtungsvoll
der Vorstannd des Seebach’schen Gesang Vereins
J. Alenfeld Albert Spies(???) Rost Blume.
J. Mühling. [???]

Wir bitten darum dem Capelldiener aufzutragen, daß er den Betrag für seine Bemühungen und Auslagen durch Postvorschuß entnehme.

Autor(en): Alenfeld, Julius
Blume (Magdeburg)
Mühling, Julius
Rost (Magdeburg)
Spies, Albert
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : <%Des%> Heilands letzte Stunden
Erwähnte Orte: Magdeburg
Erwähnte Institutionen: Seebachscher Gesangverein <Magdeburg>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1858011545

bitlx


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Mühling an Spohr, 27.03.1847. Spohrs Antwortbrief vom 09.02.1858 ist derzeit verschollen.

[1]

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (26.04.2022).