Autograf: 1934 anscheinend noch in Familienbesitz (siehe Druck)
Druck: Lili Scholz, „Louis Spohr an Bernhard Scholz“, in: Frankfurter Zeitung 19.11.1934, S. [1] (teilweise)
Kassel, den 26. 4. 57
Daß Sie in München einen Wirkungskreis gefunden haben, wo Sie viel gute Musik, gut aufgeführt hören, Gelegenheit finden werden, freut mich sehr, denn nichts bildet einen jungen Künstler mehr als dies. Suchen Sie auch nur Ihre eigenen Kompositionen zu Gehör zu bekommen, bevor Sie sich wieder in neuen Musikgattungen versuchen, und vergleichen Sie dann mit den vorhandenen von den berühmten Meistern der Mozartschen Periode, dies wird Sie am sichersten vor den Verirrungen der allerneuesten Zukunftsmusik bewahren.
Ich habe diesen Winter in unseren Konzerten auch eine Probe diese Musik in einer synphonischen Dichtung von Liszt gegeben, und glaube, daß unser Konzertpublikum nach keiner zweiten verlangen wird1!! –
| Autor(en): |
Spohr, Louis |
| Adressat(en): |
Scholz, Bernhard |
| Erwähnte Personen: | |
| Erwähnte Kompositionen: |
Liszt, Franz : Tasso |
| Erwähnte Orte: |
München |
| Erwähnte Institutionen: | |
| Zitierlink: | https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1857042616 |
Dieser Brief ist die Antwort auf Scholz an Spohr, 12.01.1857.
[1] Vgl. Spohr an Moritz Hauptmann, 27.05.1857.
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (25.06.2026).