Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

[Deutsche Tonhalle
Verein zur Förderung der Tonkunst 
durch Preisausschreiben]2

Seiner Hochwohlgeboren 
Kurfürstlichen GeneralMusikDirector 
Herrn Dr L. Spohr.

Euer Hochwohlgeboren geben wir uns in Bezug auf den Preis für Musik zur Tragödie „Jungfrau von Orleans“ ergebenst anzuzeigen die Ehre, daß die beiden Preisrichten nach Ihnen, Herr V. Lachner sind und Herr Jos. Strauß in Karlsruhe, dem Werke Einlaufzahl 18. den Preis zuerkannt haben, und der eine derselben die Preisbewerbungen Einlaufzahl 19. und 3. belobte.


Jenes (18.) ist von Hofmusikdirector Hetsch hier die Andern sind, (19.) von Hofmusikdirector C.A. Mangold in Darmstadt und (3.) von MagistratsSecretair V.E. Becker, Director des Sängerkranzes in Würzburg.
Der von Euer Hochwohlgeboren bevorzugte, dem preisbetheilten also zunächst stehende Werk (Zahl 5.) hat den Herrn Max Eberwein in Rudolstadt zum Verfasser.
Hiernach und in Folge Ihres Verehrten vom 29t Decembr. v. J. halten wir nun diese PreisAngelegenheit satzungsmäßig erledigt, und haben die diesfällige Anzeige, die wir nicht ermangeln zur gefälligen Einsicht vorzulegen, in die Zeitschriften versendet.
Möchten Euer Hochwohlgeboren dem verein der deutschen Tonhalle Ihre verehrte, auch bei diesem Unternehmen gefälligst verwischen Gunst und Hülfe fernerhin bewahren wollen, diejenige Verehrung zu wiederholen zu welcher Sie so sehr verpflichtet haben 

Euer Hochwohlgeboren 
dankbaren Vorstand
der d. Tonhalle. I. A. d.3
A. Schüssler 

Mannheim 
24/26 Febr. 1857.

Autor(en): Schüssler, Adam
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Deutsche Tonhalle <Mannheim>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1857022448


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Schüssler an Spohr, 21.01.1857. Der nächste belegte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Schüssler, Ende Dezember 1858

[1] Auf dem Adressfeld befindet sich rechts oben der Poststempel „MANNHEIM / 27. Feb.“, auf der Rückseite des zusammengefalteten Briefumschlags befinden sich die Stempel „FRANKFURT / 27 / FEB / 1857 / 8-[4246]“ und „CASSEL / 28 / 2 / 1857 / 1 2N“.

[2] Vorgedruckter Briefkopf.

[3] Abk. f. „Im Auftrag desselben“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (18.02.2026).