Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochgeschätzter Meister!

Ich freue mich Ihnen nahe zu treten, ohne Ihnen gesucht meine Hochachtung in höchstem Grade meines Empfindens darbringen zu können.
Ich habe das Oratorium: Die letzten Dinge von Ihnen, Hochverehrter Meister, eingeübt und möchte sie zum 15ten Februar dieses Jahres hier öffentlich aufführen1, da von dem Werke, so viel mir bekannt aber weder Partitur noch Orchesterstimmen verlegt sind, drängt mich die Macht der Verhältnisse Ihnen mich mit der Bitte u nahen, mir wo möglich umgehend Partitur wie Orchesterstimmen leihweise zu übersenden, welche ich gleich nach dem Concerte, begleitet vom innigsten Danke Ihnen wieder zustellen werde.
Sprechend die Worte der Hochachtung erlaube ich mir Ihnen gegenüber auszusprechen, daß ich den Augenblick zu den beglückensten meines Lebens zählen würde wo persönlich meine Hochachtung Ihnen darzubringen würgönnt würde

Ihrem
ergebensten
C. Billert Fischerbrücke 21.
parterre

Berlin den 28ten Januar 1857.

Autor(en): Billert, Carl
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : <%Die%> letzten Dinge
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Billert'scher Gesangverein <Berlin>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1857012844

bitlx


[1] Vgl. „[Der Billert’sche Gesangverein]“, in: Berliner Musikzeitung Echo 7 (1857), S. 70.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (01.12.2025).