Autograf: letzter Nachweis s. Scan 
Scan: Auktion Stargardt, Berlin, 28.04.2026, Los 606 [Invaluable]
Druck: Autographen aus allen Gebieten. Auktion 28. April 2026 (= Katalog Stargardt 714), Berlin 2026, S. 324 (teilweise)

An 
das Festcomité zur Feyer
des Stiftungsfestes des Lieder-
kranzes, adr. Herr 
Dr. Ponfick
Präsident desselben in
Frankfurt a/m1


Cassel den 12ten 
Februar 1853.

Hochgeehrte Herren,

Ihrer gütigen Einladung, der Feier des Stiftungsfestes Ihres Liederkranzes beyzuwohnen, würde ich gern Folge leisten, könnte ich mir den, zu einer Reise nach Frankfurth nöthigen Urlaub erwirken. Da mir aber kürzlich zwey Gesuche ähnlicher Art, um meine Oper „Faust“ in Weimar und Darmstadt zu hören, abgeschlagen wurden, obgleich ich leicht abkömmlich gewesen wäre, so muß ich nur gleich auf das Vergnügen, Ihrem Feste beyzuwohnen, verzichten.2 Es bleibt mir nur noch, Ihnen meinen Dank auszusprechen und den Wunsch beyzufügen, daß Sie meiner bey Ihrem Feste freundlich gedenken wollen. 
Mit vorzüglicher Hochachtung 

ergebenst 
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Liederkranz <Frankfurt am Main>
Ponfick, Carl
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Faust
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Darmstadt>
Hoftheater <Weimar>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1853021215


Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief des Liederkranz’ Frankfurt an Spohr.

[1] Auf dem Adressfeld befindet sich rechts oben der Poststempel „CASSEL / 12 / FEB / 1853 / 11-12V“.

[2] Vgl. Spohr an Johann Friedrich Kittl, 04.04.1853.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (04.04.2026).