Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochgeehrtester Herr

Kaum vermag ich es Worte des Dankes zu finden für Ihren mich innigst beglückenden Brief.
Die mir gütigst zugesagte Dedication meiner Ballade op 10 macht mich wahrhaft stolz, die vorgekommenen Versehen, auf die Sie mich so väterlich aufmerksam gemacht, habe ich sogleich berichtigt, so wie das Ganze, durch wahre wie ich hoffe sehr erhebliche Verbesserungen, gehoben, bedeutend gewonnen haben dürfte.
Staudigl, dessen Vortragsweise mir dabei besonders vorgeschwebte, war davon überrascht u hat mir versprochen es nächst einem zweiten ruhigeren Liede, dessen Dedication er angenommen, bei nächster Gelegenheit im Conzert vorzutragen, welche Ehre mir noch nie zu Theil wurde.
Möchte der Erfolg mir bald sein u mich ansporen, durch heiligen Gruß für die Kunst Ihnen am schönsten meinen tief gefühlten Gruß für Ihre mich hoch ehrende Auszeichnung zu beweisen. Mit vollkommenster Hochachtung
Ew. Wohlgeboren
innigst dankbar ergebener
Pohl.

Autor(en): Pohl, Carl Ferdinand
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Staudigl, Joseph
Erwähnte Kompositionen: Pohl, Carl Ferdinand : Lieder, Sst Kl, op. 10
Pohl, Carl Ferdinand : Lieder, Sst Kl, op. 11
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1852012145

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Pohl, 11.01.1852. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Pohl an Spohr, 05.04.1852.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (20.07.2024).