Autograf: nicht ermittelt
Druck 1: La Mara (= Pseud. für Marie Lipsius), „Ein goldenes Harfenjubiläum“, in: Signale für die musikalische Welt 57 (1899), S. 993ff., hier S. 994 (teilweise)
Druck 2: La Mara, Liszt und die Frauen, 2. Aufl., Leipzig 1919, S. 161 (teilweise)
Er hat [schreibt sie selbst im Juli 1851 an ihren Onkel Spohr] ein solches Interesse an der Harfe, wie ich sonst bei keinem Clavierer gefunden. [Er arrangierte ihr auch, wie sie an selber Stelle berichtet, in Bad Eilsen, wo er sich selbst zu dieser Zeit aufhielt, ein Concert und zwar] auf eine ganz aparte Weise [Er hatte angekündigt:] „Concert von Rosalie Spohr, wozu einladet F. Liszt. Entrée 1 Gulden“ [Nichts weiter. Als ihm darauf die Leute sagten:] „Schreiben Sie doch, daß sie Harfe spielt, und welche Stücke!“ [erwiderte er:] Wenn Ihr gebildeter wäret, müßtet Ihr längst wissen, wer Fräulein Spohr ist und was sie spielt, und wer es nicht weiß, braucht nicht zu kommen.“ [Aber sie kamen doch in Schaaren herbei und das Concert blieb den erwünschten Erfolg nicht schuldig.]
| Autor(en): |
Spohr, Rosalie |
| Adressat(en): |
Spohr, Louis |
| Erwähnte Personen: |
Liszt, Franz |
| Erwähnte Kompositionen: | |
| Erwähnte Orte: |
Eilsen |
| Erwähnte Institutionen: | |
| Zitierlink: | www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1851071530 bitlx |
Der letzte überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Louis Spohr an Rosalie Spohr, 24.09.1850. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Louis Spohr an Rosalie Spohr, 22.05.1852, aus dem sich noch zwei derzeit verschollene Briefe von Rosalie Spohr an Louis Spohr erschließen lassen, ein Brief April oder bis Mitte Mai 1852 und ein weiterer bis zum 20.05.1852.
[Ergänzung 17.02.2025: In Druck 1 ist nicht immer klar, wo La Mara den Brief zitiert und wo sie paraphrasiert; daher ist der Text dort im Zweifel in Klammern gesetzt.
Das erwähnte Konzert in Bad Eilsen fand am 08.07.1851 statt (vgl. Franz Liszt an Rosalie Spohr, 03.07.1851, in: Franz Liszt’s Briefe, hrsg. v. La Mara, Bd. 1, Leipzig 1893, S. 100f.). Demnach entstand dieser Brief zwischen 08. und 31.07.1851, der Brief könnte noch zu Beginn dieses Zeitraums in Eilsen entstanden sein, wahrscheinlicher scheint aber ein etwas späteres Datum nach ihrer ihrer Rückkehr in Braunschweig (vgl. „Fräulein Rosalie Spohr“, in: Signale für die musikalische Welt 9 (1851), S. 260). Problematisch für die Datierung ist zudem, dass Druck 2 ein Entstehungsdatum im Februar 1851 im Zusammenhang mit einem Hofkonzert in Weimar suggeriert und über das Eilser Konzert erst im folgenden Absatz berichtet.]
Zunächst nach Druck 2 angelegt: Karl Traugott Goldbach (02.06.2017). Nach Druck 1 ergänzt: Hans Tromp (17.02.2025).