Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Genehmigen Sie indeß für Ihre freundliche Bereitwilligkeit, mit der Sie unser Vorhaben so kräftig unterstützen wollen, schon im Voraus unsern innigsten Dank, den meinigen aber auch noch ins Besondere dafür, daß ich durch das Einstudiren dieses Oratoriums eine schöne Gelegenheit und kräftige Anregung zur eignen Bildung und Vervollkommnung fand, überhaupt aber auch ein musikalisches Kunstwerk genauer kennen lernte, welches neben den besten in dieser Musikgattung seine Rolle gefunden hat.
Sollte es Sie vielleicht interessiren, etwas meine Person Betreffendes zu erfahren – das sich freilich viel besser ausnähme, wenn jemand Anderes es mittheilte –, so erlaube ich mir, bevor ich schließe, Ihnen zu sagen, daß sich das Königl. Ministerium aus mehreren namhaft gemachten Gründen veranlasst gefunden haben will, mich zum Musikdirector zu ernennen.1 Doch dieß nur so ganz beiläufig!
Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung und innigsten Verehrung bin ich

Ew. Wohlgeboren
ergebenster
Chr. Wackermann.

Quedlinburg, d 3ten Sept. 1847.

Autor(en): Wackermann, Christoph
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Der Fall Babylons
Erwähnte Orte: Quedlinburg
Erwähnte Institutionen: Singverein <Quedlinburg>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1847090346

Spohr



Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Wackermann an Spohr, 02.10.1847.

[1] Vgl. „[Der als Sänger und Gesanglehrer]“, in: Allgemeine musikalische Zeitung 49 (1847), Sp. 837.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (04.04.2023).