Autograf: Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (D-Bbbaw), Sign. Allgemeine Sammlung
Abschrift: um 1904 im Besitz von Werner Wittich in Kassel (vgl. Druck 3)
Druck 1: Wilhelm Tappert, Richard Wagner. Sein Leben und seine Werke, Elberfeld 1883, S. 15 (kurzes Zitat)
Druck 2: „Wagneriana”, in: Allgemeine deutsche Musik-Zeitung 10 (1883), S. 360f., hier S. 360 (teilweise)
Druck 3: Eugen Schmitz, „Spohr und Wagner”, in: Neue Zeitschrift für Musik 100 (1904), S. 715ff. und 735ff., hier S. 715f.
Druck 4: Richard Wagners Gesammelte Briefe, hrsg. v. Julius Kapp und Emerich Kastner, Bd. 2, Leipzig 1914, S. 32f.
Druck 5: Richard Wagner, Sämtliche Briefe, Bd. 2, hrsg. v. Gertrud Strobel und Werner Wolf, Leipzig 1980, S. 243
[Hochvereh]rter Herr!
[Die Kur]fürstl Hoftheater-Direktion zu Cassel1 hat mich mit [dem Auf]trage, ihr die Partitur meiner Oper „Der fliegende [Hol]länder” zu übersenden, beehrt; ich kann diesem [Auftra]ge nicht entsprechen ohne dabei die Gelegenheit [wahrz]unehmen, mich Ihnen und Ihrer grossen Güte zu [emp]fehlen. Ist es mir erlaubt zu glauben, dass vielleicht [auch] Sie zu jenem Auftrag Veranlassung gaben, [so d]ürfte ich wohl noch eher hoffen dürfen, mich mit Erfolg an Ihre Nachsicht für die Aufführung wenden [zu] können. Diese Nachsicht spreche ich als Schüler [vom] hochverehrten Meister an: mögen meine [Vers]uche unserer lieben deutschen Muse zu opfern, [Ihne]n wenigstens von meinem guten Streben [zeug]en.
[Mi]t wahrster Verehrung war und bin ich stets
Ihr
bewunderungsvoller Schüler
und Diener
Richard Wagner
[Dresden, den 22sten April 1843.]
| Autor(en): |
Wagner, Richard |
| Adressat(en): |
Spohr, Louis |
| Erwähnte Personen: | |
| Erwähnte Kompositionen: |
Wagner, Richard : <%Der%> fliegende Holländer |
| Erwähnte Orte: | |
| Erwähnte Institutionen: |
Hoftheater <Kassel> |
| Zitierlink: | www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1843042243 |
Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Wagner, 06.06.1843.
Druck 4 als maßgebliche wissenschaftliche Ausgabe ediert nach Druck 3, der hier als Erstdruck geführt ist. Ergänzungen folgen hier nach Druck 3; der dort verwendeten Abschrift lag vermutlich noch ein nicht beschädigtes Autograf zugrunde.
[1] „zu Cassel” in keinem bisherigen Druck enthalten.
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (16.08.2017).