Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287
Inhaltsangabe: Folker Göthel in: Louis Spohr, Lebenserinnerungen, hrsg. v. Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 1, S. 376, Anm. 80

Hochzuverehrender Herr Capellmeister!

Ich wollte die Ehre haben, Ihnen meine Aufwartung zu machen als man mir, so eben im Gasthof zum rothen Hauß wo ich diese Zeilen (10 Uhr ½) schreibe, sagte, Sie seyen früher als Sie sich vornahmen um 10 Uhr schon abgereißt, Ich bedaure sehr diese Gelegenheit versäumt zu haben, Ihre mir so werthe Bekanntschaft zu erneuern; ich sah mit vergnügen bey Ansicht Ihrer Karte, daß ich noch in Ihrem werthen Andenken stehe, und ich ergreiffe diese Gelegenheit um Sie um die Fortdauer desselben zu bitten.
Vor einiger Zeit ließ ich Ihnen, durch einen hier durchreißenden Pfarrer1 aus Cassel, dessen Name mir jezo nicht beyfält, ein Exemplar meiner Beyträge zur Geschichte der Musik im Elsaß u.s.w.2 zustellen; ich denke Sie werden das Werkchen erhalten haben; sollte es nicht der Fall seyn, so würde ich Ihnen ein anderes Exemplar zusenden.
Genehmigen Sie die Versicherung meiner ausgezeigneten3 Hochachtung und meines Dankes für Ihr freundschaftliches Angedenken.

Ihr ergebenster
Lobstein
Advokat.

Straßburg d. 20t Juli 41.

Autor(en): Lobstein, Johann Franz
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1841072047


Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Lobstein an Spohr, 15.10.1846.

[1] Noch nicht ermittelt.

[2] J[ohann] F[ranz] Lobstein, Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsaß und besonders in Strassburg, von den ältesten bis auf die neueste Zeit, Straßburg 1849.

[3] Sic!

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (16.03.2023).