Autograf: nicht ermittelt
Inhaltsangabe: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main (D-F), Sign. Na Mus V03 [Archiv Frankfurter Liederkranz / Mozart-Stiftung], Protokollbuch Bd. 1, S. 66f.
Druck der Inhaltsangabe: Ulrike Kienzle, Neue Töne braucht das Land. Die Frankfurter Mozart-Stiftung im Wandel der Geschichte (1838-2013) (= Mäzene, Stifter, Stadtkultur 10), Frankfurt a. M. 2013, S. 72f.
| Autor(en): |
Spohr, Louis |
| Adressat(en): |
Jost, Adolph Speyer, Wilhelm |
| Erwähnte Personen: |
Bott, Jean Joseph Tiehsen, Adolph |
| Erwähnte Kompositionen: | |
| Erwähnte Orte: | |
| Erwähnte Institutionen: |
Mozartstiftung <Frankfurt am Main> |
| Zitierlink: | https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1841051817 |
Dieser Brief ist die Antwort auf Mozartstiftung an Spohr, Anfang Mai 1841. Der nächste überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an die Mozartstiftung, 04.09.1842.
Dieser Brief ist derzeit nur durch den Eintrag vom 28.05.1841 im Protokollbuch der Mozartstiftung belegt:
„Demgemäß zeigt Präsidium an, daß die ernannt gewesenen drei Prüfungsrichter ihre Urtheile über die denselben zur Prüfung übermachten Ausarbeitungen der acht für zulässig erkannten Concurrenten, eingesendet hätte und legt selbige in der Reihenfolge vor, wie solche eingegangen, nämlich:
1) das des Herrn Kapellmeisters Dr Louis Spohr in Cassel, vom 18. Mai d. J.
[…] Nachdem diese Urtheile verlesen worden, trug sodann Präsidium über deren Inhalt nach obiger Reihenfolge das Folgende vor:
Aus dem Urtheil des Herrn Kapellmeisters gehe hervor, daß derselbe zwar No 3 [Adolph Tiehsen] für die beste Arbeit im Vergleich zu den übrigen erkläre, dabei aber zugleich bemerke, daß der Aspirant bereits 24 Jahre alt also über die Schulzeit hinaus sey, auch daß dessen Quartettsatz zeige, daß er zu weiterer Entwickelung seines Compositionstalentes keines Unterrichts mehr bedürfe und auch ohne diesen in der Folge das leisten werde, wozu ihn seine Naturanlagen befähigten. Dagegen erkläre dieser Richter den Bewerber No 6 [Jean Joseph Bott] vor allen seinen Mitbewerbern für den Geeignetsten zur Erlangung des Stipendiums, nicht nur weil seine Arbeit der von No 3 am nächsten stehe, sondern auch weil er erst 14 Jahre zähle, daher noch sehr des Unterrichts eines ausgezeichneten Compositionslehrers bedürfe, und durch das, was er in so früher Jugend in der Musik überhaupt schon leiste zu den herrlichsten Erwartungen in der Composition berechtige.“
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (18.12.2024).