Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Höchstgeehrter Herr!

Ihr freundliches Schreiben vom 22. d. M. hat mich wahrhaft erfreut. Wäre noch etwas im Stande die Hochachtung für Sie zu steigern, so wäre es gewis dadurch geschehen.
Sehr angenehm war es mir zu hören, daß Sie ein neues Oratorium schreiben. Dieses wegen und in dem Fall wenn Sie es, wie früher auf Subscription herausgeben wollen, mögte ich auch Sie ersuchen, mir eine Ankündigung darüber bei Zeiten einzusenden, damit ich in meinem WirkungsKreise dafür thätig seyn kann. Wenn auch nicht viele, so würde ich doch mit Bestimmtheit einige Expl. unterbringen.
Wenn es Ihnen dann später conveniren sollte, die Freunde der Orgel durch Ihrre Compositionen angenehm zu überraschen, so thun Sie es ja. Ihre Besorgniße theile ich nicht im Geringsten. Dem Pedale ist möchte ich behaupten jetzt nicht’s mehr unmöglich. Neue Orgeln besonders die von Schuler befriedigen alle Ansprüche, die man an so ein Werk machen kann. Ist der Spieler selbst nur seines Werkes mächtig, so wird er auch das unmöglich Scheinende möglich machen. Doch genug. Erinnern Sie sich zuweilen Ihres

Sie stets hochschätzenden
Carl Räusche

Wismar 29 Mai 1840.

Autor(en): Räusche, Carl
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : <%Der%> Fall Babylons
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1840052944

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Dieser Brief ist die Antwort auf den derzeit verschollenen Brief Spohr an Räusche, 22.05.1840.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (15.02.2023).