Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Hochgeehrter Herr Hofkapellmeister.

Gestern erhielt ich eine Parthie, den Grafen in der Räuberbraut, deren Annahme so ungern ich es auch thue, ich verweigern muß, indem sie dem Baryton, und mir der tiefe Baß, der Roberto gehört, welchen ich früher unter Rieses eigenen Leitung wiederholt gesungen.1 Ich bitte daher Ew. Wohlgeboren, mir die Parthie gefälligst wieder abholen zu lassen. Ich habe der schlechten, mir nicht gehörenden Parthien schon übergenug, und muß gegen die Vermehrung derselben durch eine, welche auch noch außer dem Bereich meiner Stimme liegt, hiermit förmlich protestiren.
Hochachtungsvoll

Ew. Wohlgeboren
ergebenster
I. Krieg.

Cassel 22ten März 1838.

Autor(en): Krieg, Hyronimus
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Ries, Ferdinand
Erwähnte Kompositionen: Ries, Ferdinand : Die Räuberbraut
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1838032244


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Krieg an Spohr, 02.11.1837. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Krieg an Spohr, 18. und 31.06.1840.

[1] Vgl. „Aus Cöln, im Junius“, in: Zeitung für die elegante Welt (1830), Sp. 1126f., 1135, 1143f., 1151f., 1159, 1167f., 1175f., 1183 und 1191, hier Sp. 1152

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (11.04.2023).