Autograf: Hessisches Staatsarchiv Marburg (D-MGs), Best. 159, Nr. 55/6 [Opern-Personal 1837-1838], Bl. 54

Sr. Wohlgeboren 
dem Herrn Capellmeister 
Louis Spohr 
in Cassel

frco.1


Meiningen 25ten März 1837

Hochgeehrter Herr Capellmeister!

Da es gegenwärtig in Cassel an einer Bravour-Sängerin fehlen soll, so mache ich Sie auf Dem. Podlesky aufmerksam, welche wie ich hier daselbst2 u gastiren wünscht. Sie hat eine helle und wohlklingende Stimme, gute Methode und ist sowohl im colorirten als getragenen Gesang ausgezeichnet. Da sie dabey auch recht brav spielt so ist Ihnen zu ihrer Aquisition nur Glück zu wünschen. Wir hören sie stets mit großem Interesse. Recht sehr freue ich mich auf das dortige Musikfest3 wo ich mit Vergnügen unter Ihrer vortrefflichen Leitung nach Kräften mitwirken werde.
Mit größter Ehrerbietung und ausgezeichneter Hochachtung Euer Wohlgeboren 

ganz ergebener 
Friedrich Nohr.

Autor(en): Nohr, Friedrich
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Podlesky, Henriette
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Hoftheater <Meiningen>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1837032541


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Nohr, 12.01.1836. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Nohr an Spohr, 07.12.1855.

[1] Auf dem Adressfeld befindet sich rechts oben der Poststempel „MEININGEN / 28 MARTI 37“, auf der Rückseite des zusammengefalteten Briefumschlags befindet sich der Stempel „30MERZ183[7]“.

[2] Vgl. „Verbürgte und unverbürgte Neuigkeiten. Meiningen“, in: Allgemeine Theater-Chronik 5 (1836), S. 691; „Meiningen“, in: ebd. 6 (1837), S. 171.

[3] Das Musikfest scheiterte an Meinungsverschiedenheiten zwischen Spohr und dem Innenminister Ludwig Hassenpflug (vgl. Spohr an Adolph Hesse, 18.05.1837).

Kommentar und Verschlagwortung, wenn nicht in den Anmerkungen anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (28.04.2026).