Autograf: Spohr Museum Kassel (D-Ksp), Sign. Sp. ep. 1.3 <Spohr, Marianne 18351002>

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Hast du gut geschlafen und hat die Nachtruhe das Kopfweh vertrieben? – Leider kann ich mich nicht persönlich nach Deinem Befinden erkundigen, da mich eilige Geschäftskorrespondenz und die Zampa-Probe den ganzen Vormittag fesseln. Darf ich Dich aber um 4 Uhr zu einem Spaziergange abholen, so werde ich für die Mühen des Vormittags reich entschädigt seyn. Heute wirst du mir bey der Antwort schon den Anblick Deiner lieben Schriftzüge gönnen müssen, denn ich instruire den Boten, sich nach Abgabe dieser Zeilen gleich wieder aus dem Staube zu machen. So hoffe ich denn, wenn ich ermüdet aus der Probe zu aus komme, auf alle 3 Anfragen Dein freundliches Ja zu finden! 
Von ganzer Seele 

Dein 

[Nbs] 

Du siehst, der gestrige Abend spielt mir noch im Kopf!

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Spohr, Marianne
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Hérold, Ferdinand : Zampa
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835100200


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz enstand vermutlich zwischen 28.09. und 03.10.1835. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Louis Spohr an Marianne Pfeiffer, 05?.10.1835.
Auf der Rückseite des Blatts befindet sich rechts unten die Nummerierung „4.“. Dies fügt sich in eine Reihe von mit 2-10 durchnummerierten Briefen von Louis Spohr an Marianne Pfeiffer sowie einem mit „1.“ nummerierten Briefumschlag ein. Auch wenn es schwierig ist, aus einzelnen Ziffern oder Buchstaben eine Schreiberin zu identifizieren, zeigt der Vergleich der Nummerierungen von Spohrs Brautbriefen an Marianne Pfeiffer mit den Datumsangaben in deren erhaltenen Tagebüchern eine große Ähnlichkeit. Daher nehme ich ich an, dass die Nummeriungen von ihr stammen und eine relative Datierung der Briefe erlauben.
Einen Teil dieser Briefe datierte Spohr zumindest mit Wochentagen. Damit liegt dieser Brief wie der Vorbrief zwischen den Briefen vom 27?.09.1835 und 05?.10.1835 (zu deren Datierung vgl. den Kommentar zum Brief vom 27?.09.1835).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (02.06.2026).