Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287
Wilhelmsthal d 23t Septbr. 1835
Hochgeehrtester Herr Capellmeister!
Obschon nächsten Sonntag d. 27t Oper angesetzt ist, so befürchte ich doch daß solche nicht statt finden kann, indem die Garde erst den 23t spät in Cassel einrückt, und den 27t Morgens 10 Uhr große Parade in dem Forst seyn wird, weshalb keine Probe statt finden kann.
Kann aber die Oper ohne Probe gegeben werden, welches ich bezweifle, dann ist es ein Anderes.
Vor dem Abgang der Meiselbach, soll auf Höchsten Befehl noch einmal Romeo u Julie gegeben werden.1 Lassen Sie dies daher die letzte Oper im September seyn.
Ich hoffte Sie hier zu sehen, doch haben Sie mit Ihrem Herkommen nicht Wort gehalten, daher über noch Manches mündlich ein Mehreres.
Hochachtungsvoll unterzeichnet
vLepel.
| Autor(en): |
Lepel, Friedrich Wilhelm von |
| Adressat(en): |
Spohr, Louis |
| Erwähnte Personen: |
Meiselbach, Veronika |
| Erwähnte Kompositionen: |
Bellini, Vincenzo : I Capuleti e i Montecchi |
| Erwähnte Orte: |
Kassel Wilhelmsthal bei Kassel |
| Erwähnte Institutionen: |
Hoftheater <Kassel> |
| Zitierlink: | https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835092344 |
Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Lepel an Spohr, 09.06.1835.
[1] Zur Inszenierung von Bellinis I Capuleti e i Montechi vgl. „Cassel, im Juni“, in: Allgemeine musikalische Zeitung 37 (1835), Sp. 495-498 und 515-518, hier Sp. 497.
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (28.02.2023).