Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287
Subscr-Liste
Sr. Wohlgeboren
Herrn Kapellmeister Louis Spohr
Cassel.1
Haag den 28ten August 1835
Herrn Kapellmeister L. Spohr in Cassel.
In Anlage habe ich die Ehre ein Schreiben2 von Fräulein van den Bergh hierselbst zu überreichen. Sie finden darin die Liste der resp. Subscribenten welche diese Dame auf Ihr neues Oratorium „des Heilands letzte Stunden“ gesammelt hat.
Um die bedeutenden Kosten zu vermeiden welche durch eine besondere Sendung der Exemplare nach hier entstehen würden, habe ich mich nach Wunsch mit Vergnügen dazu bereit erklärt daß die Sendung unter meiner Adresse geschehen und das Paket an Herrn Wilh. Haertel in Leipzig zum Beischluß in einen an mich abgehenden Ballen abgegeben werden könne.
Da der Druck laut Ihrer Anzeige bei Herren Breitkopf & Haertel besorgt wird, so ersuche ich Sie, geehrter, geehrter Herr Kapellmeister, jene Herren zu beauftragen, die Subscr. Exemplare unter meiner Adressen an Herrn Wilh. Haertel abgeben zu lassen. Ich bitte Sie ferner auch mich auf Ihre Liste mit einem Exemplar zu notiren, und dasselbe gleichzeitig jedoch besonders eingeschlagen an Herrn Wilh. Haertel abgeben zu lassen, jedoch nur für den Fall daß Sie mir als Musikalienhändler den üblichen Rabatt vom Subscsr. Preise bewilligen. Ich nehme es für mein Lager, und hoffe Ihnen d. J. mehr Bestellungen darauf einzureichen.
Genehmigen Sie die Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung
Ihres ganz ergebensten
Fr Beuster
Musikalienhändler
op het spui V. No 39.
| Autor(en): |
Beuster, Friedrich |
| Adressat(en): |
Spohr, Louis |
| Erwähnte Personen: |
Bergh, Gertrude van den |
| Erwähnte Kompositionen: |
Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden |
| Erwähnte Orte: |
Den Haag |
| Erwähnte Institutionen: | |
| Zitierlink: | https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835082847 |
Spohrs Antwortbrief vom 17.09.1835 ist derzeit verschollen.
[1] Auf dem Adressfeld befinden sich oben in der Mitte die stark verwischten Poststempel „[???] / 1 / 9“ und „[???] / 1 / 9“; auf der Rückseite des zusammengefalteten Briefumschlags befindet sich der Stempel „4SET183[5]“.
[2] Gertrude van den Bergh an Spohr, 27.08.1835.
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (19.08.2024).