Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Meiningen, d. 20st März
1835.

Liebster Herr Kapellmeister, 

Mit herzlichem Dank für Ihre Güte tilge ich durch einliegendes meine Geldschuld bei Ihnen; – was ich Ihnen außer Geld schuldig bin, kann ich leider so leicht nicht tilgen; – ein dankbares Gemüth, ich meine, die Ueberzeugung der Anerkennung all des Vielen, das ich Ihnen verdanke, – muß Ihnen da genügen – Ihre Partitur habe ich auf dem Wege von Eisenach nach Witzelrode mit größter Aufmerksamkeit studirt und mich wahrhaft an ihr gelabt – so eben sah ich den Herzog{1] wieder, der mich wieder mit größter Herzlichkeit aufnahm, – diesen Abend ist Konzert im Theater zum Besten der Capelle, – Knoop reist wieder nach England, – wie hat sich Hasemann im Conzert genommen? – Die Herzogin ist wirklich um Vieles besser, – der Prinz2 ist aber ein bischen erkältet – Ich freue mich jetzt auf die Proben Ihrer Sinfonie, – die in diesen Tagen beginnen. – herzliche Grüße den Ihrigen von Ihrem Sie herzlich sich nennenden

Eduard Grund

Autor(en): Grund, Eduard
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Bernhard II Sachsen-Meiningen, Herzog
Georg II. Sachsen-Meiningen, Herzog
Hasemann, Nicolaus
Knoop, Georg
Marie Sachsen-Meiningen, Herzogin
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Die Weihe der Töne
Erwähnte Orte: Eisenach
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1835032039


Der letzte erschlossene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Grund, 07.01.1829. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Grund an Spohr, 03.11.1835.

[1] Bernhard II.

[2] Der spätere Georg II.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (22.07.2026).