Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Wohlgeborner Herr!
Hochgeehrtester Herr Kapellmeister!

Ew. Wohlgeboren erlaube ich mir gehorsamst beikommende Mundtasse mit der ergebensten Bitte zu übersenden, diese unbedeutende Gabe als einen geringen Beweis meines Dankgefühls u Hochschätzung anzunehmen. – Es befindet sich vor derselben das Städtchen: „Rheda“ mein jetziger Aufenthaltsort, in welchem ich bald darauf, als ich aus Ihrer trefflichen Schule hervortrat, (die ich leider nur auf zu kurze Zeit geniessen konnte,) beim hiesigen Fürsten von Bentheim pp meine Anstellung erhielt.
Indem ich mich zwaren nicht unter die Zahl Ihrer vorzüglichsten Schüler rechnen darf, so habe ich doch hinlängliche Beweise, daß Ew. Wohlgeboren gütig genug gewesen sind, mich bis jetzt mit Ihren Lehren u Rath zu erfreuen, weshalb ich mich der Hoffnung hingebe, in Ihrem Andenken nicht ganz zu erlöschen. – Zugleich hege ich den herzlichen Wunsch, daß Ew. Wohlgeboren aus beikommender Tasse, zum Glück u Freude Ihrer theuren Familie, so wie zum großen Nutzen der Tonkunst, deren Anhänger u Verehrer, bei stetem Wohlsein noch lange den Kaffee munden und dabei die Versicherung genehmigen mögen, daß ich nie vergessen werde zu sein, mit aller Hochachtung

Ew. Wohlgeboren
dankbarer Schüler
W. Attern.

Rheda d 25ten Februar 1834

Autor(en): Attern, Wilhelm
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Bentheim, Moritz-Casimir zu
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Rheda
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1834022540


Spohrs Antwortbrief ist derzeit verschollen.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (14.02.2022).