Autograf: nicht ermittelt
Briefkopierbuch: Verlagsarchiv André Offenbach am Main (D-OF), Briefkopierbuch 9, S. 511f.

Kassel Ludwig Spohr

d. 11 Nov. 1833

Es war mir sehr angenem, daß Sie durch Herrn Speyer1 6 neueste mehrstimmige Gesänge2 zum Verlag anbieten ließen3 u. so sehr gerne ich auch zur Annahme Ihres Anerbietens bereit bin, so muß ich Ihnen doch bemerken, daß durch die so sehr große Masse von Nachstichen und wohlfeilen Ausgaben, welche meistens nur die bessern Werke enthalten & welcher Unfug auch bis jetzt noch nicht recht gesteuert werden kann, der Absatz & Verdienst bei Gesängen u.d.gl. so sehr geschmälert wird, daß ich mich nicht eher zur Herausgabe genannter Gesänge bestimmen kann, als bis ich Ihre Honorarbestimmung dafür kenne. –
Mit Gegenwärtigen wollte ich Sie zugleich um die Gefälligkeit bitten, mir auf einem besonderen Blatte zu bestimmen, daß Sie mir von Ihrem Quartett op 84 auch das Verlagseigenthumrecht für Frankreich überlassen haben &.zwar weil ich eine solche Bescheinigung dem Herrn Richaut in Paris als daß deßfalsigen Verleger noch vor Ende d.M. einzusenden habe, da er sich über die ihm von mir überlassenen Herausgabe rechtfertigen muß.

Autor(en): André, Johann Anton
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: André, Julius
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Lieder, Ten 1 2 Bass 1 2, op. 90
Spohr, Louis : Quartette, Vl 1 2 Va Vc, op. 84
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Richault <Paris>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1833111156

Spohr



Der letzte überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist André an Spohr, 28.08.1833. Spohrs Antwortbrief vom 14.11.1832 ist derzeit verschollen.

[1] Hier ein paar Wörter gestrichen.

[2] Hier zwei Wörter gestrichen.

[3] Spohr an Wilhelm Speyer, 31.10.1833.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (16.05.2022).