Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Herrn Capell-Meister
Louis Spohr
in
Cassel

frey1


Hamburg d. 17t Novemb.

Werthester Freund,

Die Anzahl der zu Ihrem Oratorium unterzeichneten Exemplare auf meinem Bogen beläuft sich auf 23. Ich hätte gewünscht Ihnen das Doppelte verschaffen zu können und habe deshalb an alle Mitglieder des Gesang Vereins einen von mir aufgezeichneten Bogen, der sie von der Vortrefflichkeit Ihres, von mir mir vergangenen Sommer gehörten, Werkes unterrichten sollte, geschickt! 21 Exemplare sind von Academisten, 2 aber von jungen Damen gezeichnet, die bei mir ClavierStunde haben. Letztere habe ich mit # bezeichnet, im Fall es nemlich Ihre Absicht wäre den Antheil des Gesang-Verein von den übrigen zu trennen – oder werde die Namen nach dem Alphabet vorgestellt?

Von Frauen haben gezeichnet:
Betty von Hofstrup
Helene Liebert
2
Elise Meier (nicht Meyer)
C. Sieveking.

von Mädchen:
Fräulein A. Oppenheimer
       "     Betty Heine #
       "     Johanna Schwabe #

von Herren:
Daniel Stockfleth
C. Trummer Dr
Kunhardt Dr
W. Rendtorff
L. Halpert
G.M. Heckscher Dr
J.H. Hoyer Dr
C.A. Aufm’ Ordt.
C.F. Henrici.
S.S. Fürst
William Tischer
Conrad Schacht.
Dulcken
S. Steinfeldt
Fr.W. Grund – 2 Exemplare

Ich habe das Versehen gemacht und meinem Bogen nicht beigefügt daß die Namen vorgedruckt werden sollen. Es wird daher wohl nothwendig seyn die Subscrib. darum zu befragen und im Fall nun der eine oder andere nicht wünscht genannt zu werden, sollten Sie spätestens in acht Tagen davon Nachricht haben.

Ihrer lieben Frau u den lieben Ihrigen tausend Grüße von Ihrem treuen Freund
W. Grund.



Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Grund an Spohr, 28.10.1826. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Grund an Spohr, 25.11.1826.

[1] Auf dem Adressfeld befindet sich rechts oben der Poststempel „HAMBURG / FTH[uTAX.O.P.A] / 17. Nov.“, auf der Rückseite des zusammengefalteten Briefumschlags befindet sich der Stempel „20NOV 18[35]“.

[2] Hier gestrichen: „C. Sieveking“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (27.07.2026).