Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

An Seine Hochwohlgeboren
den Herrn L. Spohr
Kurfürstl. Hessischer Hof Kapelmeister
in
Hessen Cassel

franco.1


Hochwohlgeborner Herr Kapelmeister!

So eben komme ich von einer kleinen Reise zurück und erhalte das Paket von f 525. welches Sie so gütig wahren mir zu überschicken ich danke Ihnen vielmals für Ihre Gefälligkeit.
Ich besitze anjezt noch 12. Stuck Geigeninstrumenten, nehmlich, vier Stradivarius, drey Amati, zwey da Salo, eine Albani, eine P. Quarnerius, eine Albani große Form, eine J. Stainer, eine Viola von Amati und eine von J. Stainer.
Diese Inst. sind alle Ächt und gut von Ton, sollt in Cassel oder in der gegend mit diesen Inst. wegen dem Verkauf etwas zu machen seyn, so wollte ich Euer Hochwohlgeboren sehr höfligst gebeten haben mich darüber zu benachrichtigen; zu Ende Juny bin ich fest emtschlossem eine Reise mit diesen Ist. zu machen.

Mit ganz ausgezeichneter Hochachtung verharren
Euer Hochwohlgeboren
ganz ergebenster Diener
J. Vauchel

Würzburg am 9ten Merz 1826

Autor(en): Vauchel, Jean
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1826090346


Der letzte erschlossene Brief dieser Korrespondenz ist Vauchel an Spohr, zwischen 18. und 26.09.1824. Das nächste überlieferte Schriftstück dieser Korrespondenz ist ein Zeugnis von Spohr für Vauchel, 03.03.1832.

[1] Auf dem Adressfeld befindet sich links oben der Poststempel „WÜRZBURG / 10. MÄRZ 1826; auf der Rückseite des zusammengefalteten Briefumschlags befindet sich ein weiterer, stark verwischter Stempel.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (13.11.2025).