Autograf: Musikverlag B. Schott's Söhne, Verlagsarchiv (D-MZsch)

Wohlgeborner 
Hochzuverehrender Herr, 

Auf einer Reise nach Paris begriffen, werde ich über Mainz gehen. Da ich nun seit Jahren den Wunsch hege auch dort einmal als Künstler aufzutreten, so bin ich so frey bey Ihnen ergebenst nachzufragen, ob wohl in der nächsten Woche ein Concert dort stattfinden könnte und ob Sie im Verein mit den dortigen Musikfreunden die Güte haben würden einige vorläufige Arrangements gefälligst dazu zu treffen, damit mein Aufenthalt, da mir die Zeit kurz zugemessen ist, nicht gar zu lange dauern brauchte. Könnte das Concert Mittwoch den 29sten, Donnerstag den 30sten oder Freytag den 1sten December, in einem von diesen 3 Tagen statt finden, so wäre mir das am erwünschtesten, und ich würde Sie in diesem Fall ergebenst bitten, einen dieser Tage gefälligst zu belegen und eine vorläufige Ankündigung in den Zeitungen gütigst zu besorgen. Meine Frau begleitet mich. 
Indem ich Sie ergebenst bitte, mir auf obige Anfrage bald möglichst einige Zeilen Antwort gütigst zukommen zu lassen, habe ich die Ehre mit vollkommenster Hochachtung mich zu nennen
Ew. Wohlgeb.

ergebenster Diener 
Louis Spohr. 

NS. Ich wohne hier im 
Weidenbusch Nro 1.1

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Schott <Mainz>
Schott, Johann Joseph
Erwähnte Personen: Spohr, Dorette
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Mainz
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1820112126


Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Schott, 20.05.1823.

[1] Am linken Rand der zweiten Seite befindet sich befindet sich der Empfangsvermerk des Verlags „Spohr in / Francfurt / d 21 Nov 20 / d 23 Nov 20“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (09.02.2026).