Autograf: Spohr Museum Kassel (D-Ksp), Sign. Sp. ep. 1.7 <Weimar 18180515>
Faksimile 1: Hartmut Becker, „Louis Spohr – Leben und Wirken”, in: Louis Spohr. Avantgardist des Musiklebens seiner Zeit, Kassel 1979, S. 7-38, hier S. 22
Faksimile 2: Paul Katow, Louis Spohr. Persönlichkeit und Werk, Luxemburg 1984, zwischen S. 48 und 49
Inhaltsangabe 1: Autograph Letters and Historical Documents (= Katalog Maggs Bros. 513), London 1928, S. 261
Inhaltsangabe 2: Autograph Letters and Historical Documents (= Katalog Maggs Bros. 554), London 1931, S. 128

Einer Hohen Intendanz des Großherzogl.
Hoftheaters zu Weimar1
 
hat der Unterzeichnete die Ehre seine Oper Faust (die in Prag2 und hier3 mit Beyfall gegeben worden ist) in einer correkten Abschrift der Partitur und des Buchs für ein Honorar von 18 Dukaten anzutragen.
Indem er um einige Zeilen baldiger Antwort ergebenst bittet, unterzeichnet er
 
Einer Hohen Intendanz
ganz gehorsamster Diener
Louis Spohr.
Vorsteher und Kapellmeister
des hiesigen Nazionaltheaters.
 
Frankfurt a/m
den 15ten May 1818.4

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Hoftheater
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Faust
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Prag
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Frankfurt am Main>
Theater <Prag>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1818051513

Spohr



Das Hoftheater in Weimar beantwortete diesen Brief am 13.06.1818.
[Ergänzung 25.07.2017: Die Texte der derzeit verschollenen Briefe an das Hoftheater in Stuttgart vom gleichen Tag und an den Berliner Intendanten Karl Moritz von Brühl ebenfalls vom gleichen Tag dürften weitgehend identisch gewesen sein. Allerdings verlangte Spohr vom Berliner Theater 60 Dukaten Honorar.]
 
[1] Über der Anrede Empfangsvermerk des Empfängers: „No. 97. / praes. d. 18t May 1818.”
 
[2] Vgl. Karl Maria von Weber, „Dramatisch-musikalische Notizen”, in: Kaiserlich-Königliche privilegirte Prager Zeitung (1816), S. 975; Nachdruck in: Carl Maria von Weber, Hinterlassene Schriften, hrsg. v. Theodor Hell, Bd. 2, Dresden und Leipzig 1829, S. 156-160).
 
[3] Bereits am 06.05.1818 erschien eine Kritik in der Allgemeinen musikalischen Zeitung, die zwar die Qualität der Komposition lobt („Frankfurt a.M.”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 20 (1818), Sp. 312-315 und 335-340, hier Sp. 335-340), jedoch erklärt, die Sänger seien ihren Partien nicht gewachsen gewesen (ebd., Sp. 340).
 
[4] Anm. des Empfängers auf der Rückseite: „Resolutio der Intendanz / d. d. 11t Juny 1818. / per Secretarium höflichst abzulehnen, mit der Bemerkung, daß man jetzt schon mit neuen Partitionen auf eine lange Zeit versehen sey. / factum d. 13. Juny 1818. / Seyfarth”.
 
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (01.10.2016).