Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287[Heeringen,J.:6
 

Euer Wohlgeboren

Kenntniß gebend, daß im Laufe dieses und im andern Monat Sängerinnen als Gäste von mir erwartet werden, ersuche ich die Proben zur „Jüdin“ für jetzt einstellen zu wollen, da ich vorziehe diese Parthie von einem dieser Gäste singen zu laßen; umsomehr, als ich die Zuversicht nicht mehr habe, daß die Frl. Heintzen diese ganz dramatische Rolle zur Geltung zu bringen vermag und dann ihr nur sehr geschadet würde. Da es jedoch sehr wünschenswerth ist, daß das eigentliche Sachverhältniß den Mitgliedern unbekannt bliebe, so ersuche ich ferner die Proben zur Jüdin unter irgend einem beliebigen Vorwand abzuändern und zum Sonnabend des Adlers Horst anzusetzen.
Kann die Frl. Liebhardt ausgehen, so ließe sich mit ihr vielleicht der Anfang mit den Krondiamanten machen.

Mit vollkommenster Hochachtung
Ew. Wohlgeboren
ergebenster Heeringen.

d 6/11 49.

Autor(en): Heeringen, Josias von
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Heintzen, Elise
Liebhardt, Luise
Erwähnte Kompositionen: Auber, Daniel-François-Esprit : Les Diamants de la couronne
Gläser, Franz : Des Adlers Horst
Halévy, Jacques Fromental : La juive
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1849110646


Der letzte erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Heeringen an Spohr, 26.01.1849. Der nächste belegte Brief dieser Korrespondenz ist Heeringen an Spohr, 22.12.1851.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (06.12.2021).