Autograf: Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Königswinter den 24ten Sept. 1840.

Herrn Spohr Hochwohlgeborner in Kassel!

Bei dem diesjährigen Pfingstfeste1 hatten sie die Güte, Herrn Hartmann in Cöln, meinen bisherigen Musiklehrer, die Zusage zu geben, mich, sobald einer Ihrer Eleven abginge, als Schüler anzunehmen. Mein höchster Wunsch aber, mich nach Kräften für die Tonkunst auszubilden, möge mich entschuldigen, wenn ich Eure Hochwohlgeboren jetzt, wo dem Vermuthen nach einer Ihrer Schüler abgeht, gehorsamst bitte, sich meiner doch gütigst recht bald annehmen zu wollen.
Da Herr Hartmann selbst es gerne sieht, daß ich zu Eurer Hochwohlgeboren nach Cassel komme, so bin ich einigermaßen darüber beruhigt, ob ich auch für Ihren Unterricht fähig sei; jedenfalls soll es an Fleiß und gutem Willen bei mir nicht fehlen.
Im Falle Sie die Güte haben, über mich zu verfügen, werden Sie mich jeden Tag zur Abreise bereit finden, und habe ich die Ehre, in Erwartung einer baldigen Reiseaufforderung zu zeichnen,

Eurer Hochwohlgeboren
gehorsamster Diener
Fritz Wenigmann.

Addresse
Joseph Wenigmann
Kfm.
in
Königswinter.

Autor(en): Wenigmann, Fritz
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Hartmann, Franz
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Aachen
Erwähnte Institutionen: Niederrheinische Musikfeste <verschiedene Orte>
Zitierlink: https://www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1840091440


Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Wenigmann an Spohr, 09.06.1842.

[1] Spohr dirigierte Pfingsten 1840 das Niederrheinische Musikfest in Aachen.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (21.02.2022).