Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 4° Ms. Hass. 287

Leipzig d. 31 Octob. 1828.

Geehrtester Herr Capellmeister.

Indem ich die angenehme Überzeugung hege, bei Ihrer Anwesenheit in Leipzig keinen ungenügenden Eindruck auf Sie gemacht zu haben1, hoffe ich zugleich, Sie werden mir die obengenommene Freiheit, Ihnen diese Zeilen zuzusenden, nicht übel deuten.
Ich habe an den Generaldirector Herrn Feige geschrieben, ein Engagement als erster Bassist an der dortigen Bühne beabsichtigend u zu dem Behufe, um ein Gastspiel zum künftigen Sommer gebeten. Zugleich habe ich mir auch die Freiheit genommen, ihn über meine Person u meine Leistungen an Sie zu verweisen. Da in diesen Angelegenheiten Ihr Ausspruch schiedsrichterlich sein muß, so bitte ich Sie, was Sie zur Realisirung meines Wunsches beitragen können, für mich zu thun u Sie werden mich zu immerwährenden Danke gegen Sie verpflichten.
Genehmigen Sie, daß ich mich mit vollkommener Hochachtung mich unterzeichne

Ew Wohlgeboren
ergebenster G. Köckert

Autor(en): Köckert, Gustav
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen: Feige, Karl
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : <%Der%> Berggeist
Erwähnte Orte: Leipzig
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Kassel>
Stadttheater <Leipzig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1828103144

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Spohrs Antwortbrief vom 09.11.1828 ist derzeit nur als Entwurf auf dem Autograf dieses Briefs überliefert.

[1] Köckert hatte in der Leipziger Inszenierung von Der Berggeist die Titelrolle übernommen (vgl. Spohr an Wilhelm Speyer, 18.09.1825).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (22.10.2025).