Autograf: nach Abschrift „Original bei Hr. Goltermann” (diese Notiz entstand vermutlich während der Arbeit an Edward Speyer, Wilhelm Speyer der Liederkomponist 1790-1878. Sein Leben und Verkehr mit seinen Zeitgenossen dargestellt von seinem jüngsten Sohne, München 1925)
Abschrift: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. 55 Nachl. 76,194

Sr. Wohlgeboren
Herrn Wilhelm Speyer
in Frankfurt a/m


Cassel den 16ten October 55

Geliebter Freund!

Ich besitze nur 3 meiner Ouverturen eigen, die ich sämmtlich an Herrn Benedix so eben absende, weil ich nicht weiß, welche von ihnen dort am unbekanntesten sein mag. Am passendsten wäre wohl die im ersten Styl, aber sie ist schwer, und muß sehr genau eingeübt werden, wenn sie Effekt machen soll, so wie ich denn überhaupt bitte, daß Sie Sorge tragen wollen, daß meine Sachen nicht über’s Bein gebrochen werden. Zu der Ouverture zum „Berggeist” besitze ich leider keine Doublir-Stimmen, sonst würde diese sich sehr gut eignen, da sie sicher dort noch nicht gehört seyn wird.
Der Tenorist Reer ist mir unbekannt.
Von Herzen

der Ihrige
Louis Spohr.

Erwähnte Personen: Benedix, Roderich
Réer, Julius
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Der Berggeist
Spohr, Louis : Ouvertüren, op. 126
Erwähnte Orte: Frankfurt am Main
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Frankfurt am Main>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1855101602

http://bit.ly/1UvQ9P6

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Speyer an Spohr, 08.10.1855. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Speyer an Spohr, 25.11.1857.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (15.03.2016).