Autograf: Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schillerarchiv (D-WRgs), Sign. GSA 96/5152

Cassel den 20sten
Januar 1855.

Hochgeehrter Herr Graf,

Ihr herzliches Schreiben hat mich in hohem Grade erfreut, und die in demselben ausgesprochenen Gesinnungen gaben mir die Ueberzeugung, daß meine liebe Nichte in der Verbindung mit Ihnen ein dauerndes Glück finden werde.1 Gestatten Sie mir daher, auch Ihnen zu dieser Verbindung noch nachträglich meinen herzlichsten Glückwunsch darzubringen!
Wir bedauern sehr, daß Sie Ihren Vorsatz Cassel zu besuchen, nicht haben ausführen können, hoffen aber nun um so zuversichtlicher, daß Sie Rosalien ihrer Heimath nicht eher entführen werden, als bis es noch nachträglich geschehen ist. Sämtliche Familienmitglieder freuen sich sehr darauf, Ihre persönliche Bekanntschaft zu machen.
Meine Frau erwidert Ihre freundlichen Grüße auf das herzlichste.
Mit ausgezeichneter Hochachtung ganz

der Ihrige
Louis Spohr.

Erwähnte Personen: Spohr, Rosalie
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1855012000

http://bit.ly/2pHvQCV

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Sauerma an Spohr.

[1] Die Heirat fand im Juni 1855 statt.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (13.04.2017).