Autograf: Stiftelsen Musikkulturens Främjande Stockholm (S-Smf), Sign. LTR 6087

[Deutsche Tonhalle
Verein zur Förderung der Tonkunst
durch Preisausschreiben]1

Seiner Hochwohlgeboren
Kurfürstlichem General Musikdirector
Herrn Doctor L. Spohr

haben wir anzuzeigen die Ehre, daß wir auch in der Angelegenheit des Vereins wegen Ertheilung eines Preises für drei Abendmahl Gesängen2 denselben beschwerlich zu fallen veranlaßt sind.
Die große Mehrheit der Verfasser eingekommener 44 Bewerbungen3 um diesen Preis hat Euer Hochwohlgeboren als Preisrichter erwählt, und erlauben wir uns daher, beigehend die Werke zu übersenden, im festen Vertrauen, daß Sie, wie schon so oft, auch dieses Mal so gewogen sein wollen, in gefälliger Ausübung des Richteramts diese Sache zum besten Ausgange zu bringen.
Indem wir in dieser Voraussetzung uns die Freiheit nehmen, gedachte 44 Preisbewerbungen Ihrer stets umfassend und gerechten Beurtheilung zu unterbreiten, bitten wir gehorsamst, und das Ergebniß derselben gütigst in einigen Zeilen, unter Anschluß dieser Werke, gefälligst zukommen lassen zu wollen, die wir in ausgezeichneter Verehrung zu beharren die Ehre haben

Euer Hochwohlgeboren
dankergebenster
Vorstand der deutschen Tonhalle
G.M.d.(?) A. Schüssler
Schrftfhrr4.

Mannheim 16t November
1854.

Autor(en): Deutsche Tonhalle
Schüssler, Adam
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1854111647

http://bit.ly/3eUZbE3

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Schüssler, 02.08.1854. Spohrs Antwort vom 08.12.1854 ist derzeit nur durch Spohrs Entwurf auf dem Autograf dieses Briefs überliefert.

[1] Vorgedruckter Briefkopf.

[2] Vgl. die Ausschreibung „Deutsche Tonhalle“, in: Urania 11 (1854), S. 77f.

[3] Vgl. „„Deutsche Tonhalle“, in: Urania 12 (1855), S. 12.

[4] Abkürzung für „Schriftführer“.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (02.07.2020).