Autograf: Lippische Landesbibliothek Detmold (D-DT), Sign. Mus-h 17 S 10
Druck: Otto von Meysenbug, „Beiträge zur Geschichte musikalischen und theatralischen Lebens in Detmold”, in: Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 3 (1905), S. 177-204, hier S. 191

Cassel den 15ten Januar
1854.

Hochgeehrter Herr Kapellmeister,

Ich beeile mich Ihnen anzuzeigen, daß heute über 8 Tage, Sonntag den 22sten dieses, „der Tannhäuser” gegeben werden wird, und zwar zum erstenmal mit einem neuen, von Wagner uns eingeschickten Schlusse der Oper. Ich freue mich sehr, daß ihr kunstsinniger Fürst diese Vorstellung zu besuchen und Sie mitzubringen gedenkt, wodurch mir die Freude zu Theil wird Sie einmal wieder zu sehen.
Die Rezitative und Zusätze zu „Faust” habe ich zum Abschreiben gegeben; Sie können sie heute über 8 Tage selbst in Empfang nehmen.
Alles übrige mündlich.
Mit vorzüglicher Hochachtung stets

der Ihrige
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Kiel, August
Erwähnte Personen: Leopold III. Lippe-Detmold, Fürst
Wagner, Richard
Erwähnte Kompositionen: Wagner, Richard : Tannhäuser
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Detmold>
Hoftheater <Kassel>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1854011508

http://bit.ly/29dxfww

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Kiel an Spohr, 10.01.1854. Spohr ergänzte seinen Brief mit einem weiteren Schreiben am 19.01.1854.
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (30.06.2016).

Hochgeehrter Herr Kapellmeister! Ich beeile mich Ihnen anzuzeigen, daß heute über 8 Tage, Sonntag, den 22. d.M., „der Tannhäuser” gegeben werden wird, und zwar zum erstenmal mit einem neuen, von Wagner uns eingeschickten Schlusse der Oper. Ich freue mich sehr, daß ihr Kunstsinniger Fürst diese Vorstellung zu besuchen und Sie mitzubringen gedenkt, wodurch mir die Freude zu Theil wird Sie einmal wiederzusehn.
Die Rezitative und Zusätze zu „Faust” habe ich zum Abschreiben gegeben; Sie können sie hute über 8 Tage selbst in Empfang nehmen. Alles übrige mündlich.
Mit vorzüglicher Hochachtung stets
der Ihrige L. Spohr.