Autograf: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohnarchiv (D-B), Sign. Mus.ep. Spohr-Correspondenz 1,16
Druck: [Ernst Rychnovsky], Beschreibendes Verzeichnis der Autographen-Sammlung Fritz Donebauer in Prag, 2. Aufl., Prag 1900, S. 56 (teilweise)

Mein hochverehrter Meister!

Wie der anliegende Zettel ausweist, haben wir Tag und Stunde der Vorstellung Ihres herrlichen Werkes nach Plan getreu eingehalten.1 Ich beeile mich, Ihnen dessen vollständigsten und glücklichsten Erfolg hiermit ergebenst zu melden. Die Oper ist für uns wie für das Publikum eine durchaus neue gewesen und demgemäß auch behandelt worden. Lachner hat alle Klavier- und Orchester-Proben, deren ich in ungewöhnlich Anzahl abhalten ließ und zum Theil selbst abhielt, dirigirt; Besetzung, Ausstattung und Aufführung sind mit den besten Kräften und Mitteln bestritten worden, und unsere Künstler thaten im edelsten Sinn ihre Schuldigkeit. Besuch des Hauses und Beifall waren reichlich. Mit herzlichem Glückwunsch zu Ihrem Ehrentage, der sich bald und oft wiederholen wird, empfihelt sich Ihrem Andenken

Ihr treu-ergebener
FrDingelstedt

München, 13 Juni 1853.

Autor(en): Dingelstedt, Franz
Adressat(en): Spohr, Louis
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Faust
Erwähnte Orte: München
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <München>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1853061345

http://bit.ly/2L05sPG

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Spohr an Wilhelm Schmitt, 01.05.1853.

[1] Die Aufführung am 12.06.1853 ist nur beiläufig erwähnt in: „München“, in: Süddeutsche Musik-Zeitung 2 (1853), S. 108.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (09.07.2018).