Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothe und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 2° Ms. mus. 1500[Sp. 75,55
[Beleg 1: Catalogue of the Special Exhibition of Ancient Musical Instruments, London 1872, S. 48]
[Beleg 2: A Collection of Choice Manuscripts, Incunables, Books of Hours, Maps Music Autographs, Woodcut Books. In commemoration of the 50th anniversary of Ludwig Rosenthal‘s Antiquarian Book store (= Katalog Rosenthal 130), München 1909, S. 42]
Beleg 3: Handschriften & Miniaturen aus Europa, Asien und Afrika VIII.-XIX. Jahrhundert (= Katalog Rosenthal 155), München o.J., S. 68
Beleg 4: Josef Viktor Widmann und kostbare Musik-Autographen und -Manuscripte, z.T. aus den Nachlässen von Felix Mottl und A.W. Gottschalg (= Katalog Liepmannssohn 41), Berlin 1913, S. 124

Sr. Wohlgeb
Herrn Bernhard Keil.
Musikhandlung
in
Gotha.
 
 
Cassel den 17ten Mai
1852.
 
Hochgeehrter Herr,
 
Ich erinnere mich recht gut, daß ich Ihnen hier einen Saitenmesser1 machen und auf dem selben die Stärke meines Bezugs markieren ließ, aber durchaus nicht, daß Sie mir im April 47 einen solchen von Gotha aus zugesandt hätten, denn sonst würde die Unruhe jener Zeit, die mich persönlich nicht berührt hat, mich sicher nicht verhindert haben, Ihnen denselben, auf die gewünschte Weise bezeichnet, zurückzusenden. Ich glaube daher mit Sicherheit behaupten zu können, daß ich den Saitenmesser nicht erhalten habe. Vielleicht hatten Sie ihn, durch einen Reisenden geschickt, der ihn nicht abgegeben hat. Ich bin aber sehr erbötig, einen solchen auf das genaueste zu bezeichnen, wenn Sie mir einen senden wollen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
 
Ihr ergebenster
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Keil, Bernhard
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1852051715

http://bit.ly/2df1Lb5

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Keil an Spohr.
 
[1] Vgl. Louis Spohr, Violinschule, Wien [1833], Fig. IV auf Tafel 1, vgl. S. 13.
 
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (30.09.2016).