Autograf: Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothe und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (D-Kl), Sign. 2° Ms. mus. 1500[Sp. 75,55

Sr. Wohlgeb
Herrn Bernhard Keil.
Musikhandlung
in
Gotha.


Cassel den 17ten Mai
1852.

Hochgeehrter Herr,

Ich erinnere mich recht gut, daß ich Ihnen hier einen Saitenmesser1 machen und auf dem selben die Stärke meines Bezugs markieren ließ, aber durchaus nicht, daß Sie mir im April 47 einen solchen von Gotha aus zugesandt hätten, denn sonst würde die Unruhe jener Zeit, die mich persönlich nicht berührt hat, mich sicher nicht verhindert haben, Ihnen denselben, auf die gewünschte Weise bezeichnet, zurückzusenden. Ich glaube daher mit Sicherheit behaupten zu können, daß ich den Saitenmesser nicht erhalten habe. Vielleicht hatten Sie ihn, durch einen Reisenden geschickt, der ihn nicht abgegeben hat. Ich bin aber sehr erbötig, einen solchen auf das genaueste zu bezeichnen, wenn Sie mir einen senden wollen.
Mit vorzüglicher Hochachtung

Ihr ergebenster
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1852051715

http://bit.ly/2df1m8t

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Keil an Spohr.

[1] Vgl. Louis Spohr, Violinschule, Wien [1833], Fig. IV auf Tafel 1, vgl. S. 13.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (30.09.2016).