Autograf: Spohr Museum Kassel (D-Ksp), Sign. Sp. ep. 1.1 <18500606>

Sr. Wohlgeb
Herrn Musikdirector und
Oberorganist
Adolph Hesse
in
Breslau.

frei.


Leipzig den 23sten
Juni 1850.

Geliebter Freund,

Die Musikparthien, die man uns hier im Voraus veranstaltet hatte und von denen ich Ihnen mündlich erzählen werde, sind durch die Opernproben zur Genoveva von Schumann ein wenig derangirt worden1, und ich weiß daher in diesem Augenblick noch nicht, ob wir übermorgen Abends 7 Uhr bey Ihnen eintreffen werden, oder erst einen Tag später, nämlich Mitwoch Abends. Da es nun aber die höchste Zeit ist, es Ihnen zu melden, wann wir die Freude haben wollen, Sie schon auf dem Bahnhof zu sehen, so nehme ich diesen Brief erst(?) mit in die Opernprobe, wo es entschieden wird, und werde unten mit Bleistift den Tag unseres Eintreffens bemerken. Alles Übrige verspare ich auf mündliche Unterhaltung. Von meiner Frau die herzlichsten Grüße. Ganz

der Ihrige
Louis Spohr

Wir kommen Mittwoch abends.2

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Hesse, Adolph
Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Schumann, Robert : Genoveva
Erwähnte Orte: Leipzig
Erwähnte Institutionen: Stadttheater <Leipzig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1850060631

http://bit.ly/1WgJ31G

Spohr



Der letzte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Hesse, 06.06.1850. Hesse beantwortete diesen Brief am 24.06.1850.

[1] Vgl. Marianne Spohr, Tagebucheinträge 22., 23. und 24.06.1850.

[2] Diese Zeile mit Bleistift geschrieben.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (21.04.2016).