Autograf: Spohr Museum Kassel (D-Ksp), Sign. Sp. ep. 1.6 <Schwencke 18491118>

Sr. Wohlgeb.
Hern J. F. Schwenke
Organist zu St. Nikolai
in
Hamburg.
Herrlichkeit W.S.
No 45.

frei.


Cassel den 18ten
November 1849.

Geehrter Freund,

In Eile nur einige Zeilen, um1 Ihnen für Ihre freundlichen Gaben, die mir Madame Hildebrand überbracht hat, meinen besten Dank zu sagen! Ich werde alles zur Aufführung bringen können, da wir jetzt 5 gute Violoncellisten besitzen. Ich bin sehr gespannt auf die Wirkung dieser originellen Komposition.
Ihren Rath2, die Cantate einen Ton höher singen zu lassen, werde ich bey deren Wiederholung befolgen.
Ihre Notiz, die Mozart’schen Interludien für Orgel, betreffend, habe ich Herrn Hauptmann nach Leipzig geschickt3 und ihn gebeten, sie dem Redacteur der neuen M. Zeitung zur Benutzung mittheilen zu wollen. – Die herzlichsten Grüße an die lieben Ihrigen. Mit wahrer Freundschaft stets ganz der

Ihrige
Louis Spohr

NS. Der junge Hildebrand ist recht begabt und dabey fleißig. Er wird daher hier gewiß recht bedeutende Fortschritte machen.4

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Schwencke, Johann Friedrich
Erwähnte Personen: Hauptmann, Moritz
Hildebrand-Romberg, Bernhard
Hildebrand-Romberg, Bernhardine
Erwähnte Kompositionen: Mozart, Wolfgang Amadeus : Interludien, Org
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1849111813

http://bit.ly/2ROkmfh

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Schwencke an Spohr, 12.10.1849. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Schwencke an Spohr, 29.12.1850.

[1] Hier ein Wort gestrichen („Ihnen“?).

[2] Hierzu eine Notiz von anderer Hand auf dem linken Rand des Blatts: „Anm. v. JFS. Dem Meister Spohr konnte ich keinen Rath geben wollen; nur einen Vorschlag hatte ich gemacht. (s.d. Brief. v. 12 Oct.)“.

[3] Vgl. Spohr an Moritz Hauptmann, 19.11.1849.

[4] Einer Zeitschriftennotiz zufolge erhielt Hildebrand-Romberg bei Spohr Kompositionsunterricht („Berlin“, in: Neue Berliner Musikzeitung 7 (1853), S. 45f., hier S. 46).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Wolfram Boder (11.12.2018).