Autograf: derzeit verschollen
Druck: [Paul Zimmermann], „Louis Spohr und Braunschweig“, in: Braunschweigisches Magazin (1909), S. 109-117, hier S. 114

Cassel, den 16ten Mai 1846.
 
Lieber Wilhelm,
 
Sehr erfreuet hat uns die Nachricht, daß Ihr uns endlich einmal besuchen wollt und wir sehen Eurer Ankunft mit Ungeduld entgegen. Auch ist uns die Zeit sehr gelegen, doch wünschten wir, daß Ihr noch einige Tage früher einträfet, um 8 Tage vor und acht Tage nach Pfingsten bey uns zu verweilen, denn in der 2ten Woche des Juni, der letzten von unserer Abreise, drängen sich meine Geschäfte und die Vorbereitungen zur Reise so, daß ich fürchte, Euch nicht so viel Zeit widmen zu können, als ich wünsche. Läßt es sich also einrichten, so bitten wir, daß Ihr noch 4-5 Tage früher bey uns eintrefft, als Dein Brief bestimmt. Gern wüten wir, aber auch den Tage Euerer Ankunft, um sicher zu Haus zu seyn. Eine Harfe für Rosalie hoffe ich geliehen zu bekommen, entweder von Frau v. Heppe oder aus unserm Theater und freue mich sehr, dadurch ihre Fortschritte kennen lernen zu können. Lebet wohl und reiset glücklich.
Herzliche Grüße an alle Angehörige.
Mit brüderlicher Liebe stets
 
Dein
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Spohr, Wilhelm
Erwähnte Personen: Heppe, (Frau) von
Spohr, Rosalie
Erwähnte Kompositionen:
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1846051600

http://bit.ly/2i7LgBJ

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf einen derzeit verschollenen Brief von Wilhelm Spohr an Louis Spohr. Der nächste erhaltene Brief dieser Korrespondenz ist Louis Spohr an Wilhelm Spohr, 12.09.1848.
 
Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (16.08.2017).