Autograf: Nationalbibliotek og Københavns Universitetsbibliotek [Nationalbibliothek und Universitätsbibliothek Kopenhagen] (DK-Kk), Sign. NKS 3392 4° nr. 353
Druck: J.P.E. Hartmann og hans kreds. En komponistfamilies breve, hrsg. v. Inger Sørensen, Bd. 1 (= Danish humanist texts and studies 17), Kopenhagen 1999, S. 378

Sr. Wohlgeb.
Herrn H.E. Hartmann
in
Copenhagen.


Cassel den 19ten
Febr. 1846.

Hochgeehrtester Herr,

Es wird mir stets zur großen Ehre gereichen, wenn ein so reich begabter Künstler mir eins seiner Werke dediciren will; ich nehme daher die Dedication Ihrer Sontate für Pianoforte und Violine mit ergebensten Danke an und freue mich schon im Voraus darauf, sie mit meiner Frau einzuüben und in unsern musikalischen Zirkeln vorzutragen. Ihre frühere haben wir noch ohnlängst gespielt und uns daran erfreuet. Auch für die gefällige Mittheilung des Clavierarrangements Ihrer Ouverture1 werde ich Ihnen sehr dankbar seyn. Ist es ein 4händiges, so wird meine Frau sie mit ihrer Schwester2 vortragen, mit der sie in 4händigen Sachen sehr eingespielt ist.
Ich habe mich sehr gefreut einmal wieder mit einer Zuschrift von Ihnen beehrt worden zu seyn und bitte mich ferner in freundlichem Andenken behalten zu wollen.
Mit wahrer Hochachtung

Ihr
ergebenster
Louis Spohr.

Autor(en): Spohr, Louis
Adressat(en): Hartmann, Johan Peter Emilius
Erwähnte Personen: Pfeiffer, Caroline
Spohr, Marianne
Erwähnte Kompositionen: Hartmann, Johan Peter Emilius : Hakon Jarl
Hartmann, Johan Peter Emilius : Sonaten, Vl Kl, op. 39
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1846021913

http://bit.ly/2h91cE2

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Hartmann an Spohr, 07.02.1846. Hartmann beantwortete diesen Brief am 12.03.1846.
Dieser Brief lag offensichtlich einem derzeit verschollenen Brief von Spohr an Julius Schuberth vom gleichen Tag bei, den Schuberth am 21.02.1846 an Hartmann weitersendete (vgl. den Druck des Briefs von Schuberth an Hartmann in: J.P.E. Hartmann og hans kreds, Bd. 1, S. 378f.).

[1] Zu Hakon Jarl.

[2] Caroline Pfeiffer.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (03.11.2017).