Autograf: Royal Ontario Museum Toronto (CDN-Tm), Sign. R.S. Williams Collection 934.43.234

Cassel den 30sten Sept.
1845.

Hochgeehrter Herr Regisseur,

Beykommend erhalten Sie Buch und Partitur der Oper „die Bräute von Venedig“. Sie wird durch die Halberg‘sche Verlagshandlung in Stuttgart bezogen.1 Wir haben dafür das Honorar von 20 Friedrichsd‘or bezahlt. Da aber nachträglich 30 Frd. verlangt wurden, so waren wir genöthigt, die Abschrift der Partitur wenigstens2 noch3 zu vergüten. Da die Oper hier erst 2 Mal gegeben worden ist, so wird sie wohl nächstens wieder auf das Repertoire kommen. Ich bitte daher, sie nach 8 Tagen gefälligst zurück senden zu wollen.
Für die gefällige Benachrichtigung, meine Oper betreffend, danke ich ergebenst. Ich wünschte, sie in Braunschweig hören zu können, habe aber leider4 keine Aussicht dazu!
Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr

ergebenster
Louis Spohr.

Erwähnte Personen:
Erwähnte Kompositionen: Benedict, Julius : Die Bräute von Venedig
Spohr, Louis : Die Kreuzfahrer
Erwähnte Orte:
Erwähnte Institutionen: Hoftheater <Braunschweig>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1845093017

http://bit.ly/2EYCqyb

Spohr



Falls dieser Brief an den Regisseur des Hoftheaters in Braunschweig gerichtet sein sollte, ist Karl Georg Eduard Gaßmann der Empfänger.

[1] Die Bräute von Venedig. Große Oper in vier Akten. Nach dem Englischen frei bearbeitet von Karl Klingemann. Musik von Julius Benedict, Stuttgart 1845.

[2] „wenigstens“ über gestrichenem Wort eingefügt.

[3] Hier ein Wort gestrichen.

[4] „leider“ über der Zeile eingefügt.

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (13.03.2019).