Autograf: ehemals Privatbesitz Dr. Ernst Hauptmann in Kassel, vermutlich 1943 Kriegsverlust
Druck 1: LaMara (= Pseud. für Marie Lipsius), Musikerbriefe aus fünf Jahrhunderten, Bd. 2, Leipzig o.J., S. 65, Anm. 1 (teilweise)
Druck 2: J[ohann] L[ewalter], [Laudatio auf Friedrich Tivendell], in: Hessenland 7 (1893), S. 226f., hier S. 227 (teilweise)
Druck 3: Johann Lewalter, „Erinnerungen an Frederik Tivendell”, in: Hessenland 41 (1930), S. 114ff., hier S. 115 (teilweise)
Inhaltsangabe: Computerdatei von Herfried Homburg († 2008) nach einem Exzerpt von Franz Uhlendorff

{Die Form der Musikstücke ist von der jetzt herkömmlichen sehr abweichend und der Styl der Musik von dem meiner frühern Opern ebenfalls sehr verschieden. Die Aufgabe war, dramatisch wahr zu seyn und doch musikalisch interessant. Es sind daher nur sehr wenig Textwiederholungen vorgekommen1 [...]}

<In dem Konzert des Willmers spielte ich mit Tivendell und Knoop mein zweites Trio und war erstaunt, mit welcher Vollendung ersterer die Klavierpartie vortrug.2 Dieser junge Mann wird bei seiner Rückkehr in England Aufsehen erregen, denn ich glaube nicht, daß es einen englischen Klavierspieler gibt, der es ihm gleichthut.>

Erwähnte Personen: Knoop, Huldreich
Tivendell, Frederik
Willmers, Rudolph
Erwähnte Kompositionen: Spohr, Louis : Die Kreuzfahrer
Spohr, Louis : Trios, Vl Vc Kl, op. 123
Erwähnte Orte: Kassel
Erwähnte Institutionen:
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1843120203

http://bit.ly/2iRrLfW

Spohr



Der letzte überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Hauptmann an Spohr, 23.10.1843. Der nächste überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Hauptmann, 02.02.1844.
Druck 2 und 3 unterscheiden sich nur durch den offensichtlichen Druckfehler „Willmann” statt „Willmers” in Druck 2 und der unterschiedlichen Schreibung „gleichthut” statt „gleich thut” im letzten Wort. Dieser Brief ist aus den Drucken 1 und 3 kompiliert. Dabei ist Druck 1 durch geschweifte Klammern { } markiert, Druck 3 durch dreieckige < >.

[1] Gemeint ist Spohrs Oper Die Kreuzfahrer, was auch Uhlendorffs Inhaltsangabe: „U.a. über Die Kreuzfahrer” bestätigt.

[2] Otto Kraushaar bemerkt in seinen Kritiken zu Rudolph Willmers Konzerten in Kassel am 11. und 21.10.1843 keine Aufführung eines Trios von Spohr („Cassel, im Oktober 1844”, in: Allgemeine musikalische Zeitung 46 (1844), Sp. 799-804, hier Sp. 802ff.).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (28.12.2016).

Die Form der Musikstücke ist von der jetzt herkömmlichen sehr abweichend und der Styl der Musik von dem meiner frühern Opern ebenfalls sehr verschieden. Die Aufgabe war, dramatisch wahr zu seyn und doch musikalisch interessant. Es sind daher nur sehr wenig Textwiederholungen vorgekommen [...]

In dem Konzert des Willmann spielte ich mit Tivendell und Knoop mein zweites Trio und war erstaunt, mit welcher Vollendung ersterer die Klavierpartie vortrug. Dieser junge Mann wird bei seiner Rückkehr in England Aufsehen erregen, denn ich glaube nicht, daß es einen englischen Klavierspieler gibt, der es ihm gleich thut.

In dem Konzert des Willmers spielte ich mit Tivendell und Knoop mein zweites Trio und war erstaunt, mit welcher Vollendung ersterer die Klavierpartie vortrug. Dieser junge Mann wird bei seiner Rückkehr in England Aufsehen erregen, denn ich glaube nicht, daß es einen englischen Klavierspieler gibt, der es ihm gleichthut.