Autograf: ehemals Privatbesitz Dr. Ernst Hauptmann in Kassel, vermutlich 1943 Kriegsverlust
Druck 1: Louis Spohr, Louis Spohr's Selbstbiographie, Bd. 2, Kassel und Göttingen 1861, S. 271 (teilweise; Zuordnung des Texts zu diesem Brief spekulativ)
Druck 2: Hans Michel Schletterer, Ludwig Spohr. Ein Vortrag, Leipzig 1881, S. 64, Anm. * (teilweise)
Druck 3: La Mara (= Pseud. für Marie Lipsius), Classisches und Romantisches aus der Tonwelt, Leipzig 1892, S. 135, Anm. 1 (teilweise)

<[…] Sehr erfreulich sprach mich die Theilnahme an, die aus Ihrem lieben Brief hervorleuchtet auch in Bezug auf die Prager Angelegenheit. Diese habe ich indessen schon bei mir abgethan und ich freue mich, daß meine ablehnende Antwort nach Prag abgegangen war1, bevor mein Schwiegervater etwas davon erfuhr und mir mit nassen Augen seinen Dank für meine Entscheidung sagen konnte […]>

{[…] Mechetti übernahm den Verlag sogleich für das geforderte Honorar, ohne sich vor dem Titel zu erschrecken.2 […]}

((Was Sie aber über mein und Schichts Oratorium schreiben, hat mich sehr interessirt und ich werde mich nun, was ich früher während der Arbeit sorglich vermied, mit demselben näher bekannt machen. Ich kenne überhaupt noch nichts von Schicht. - Auch Ihrer lieben Frau für die freundlichen Zeilen herzlichen Dank! Meine Frau wurde dadurch zu Vergleichungen zwischen Ihrer und Ihrer Frau Handschrift veranlaßt, die aber nicht zu Ihren Gunsten waren.))

Erwähnte Personen: Mechetti, Pietro
Spohr, Marianne
Erwähnte Kompositionen: Schicht, Johann Gottfried : Das Ende des Gerechten
Spohr, Louis : Des Heilands letzte Stunden
Spohr, Louis : Sonaten, Kl, op. 125
Erwähnte Orte: Leipzig
Prag
Erwähnte Institutionen: Konservatorium <Prag>
Mechetti <Wien>
Zitierlink: www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1843042503

http://bit.ly/2iPWGcM

Spohr



Dieser Brief ist die Antwort auf Hauptmann an Spohr, 19.04.1843. Die drei Drucke überliefern unterschiedliche Teile des Briefs. Die Zuordnung des hier mit eckigen Klammern < > wiedergegebenen Druck 1 zu diesem Brief ist spekulativ; sie folgt aus der Zuordnung der in diesem Druck vorhergehenden beiden Briefzitaten zu den beiden Briefen Spohr an Hauptmann, 04.04.1843 und dem Vorbrief. Die beiden anderen Drucke datieren auf das gleiche Datum 25.04.1843. Davon ist Druck 3 hier mit geschweiften Klammern { }, Druck 2 mit doppelten runden Klammern (( )) gekennzeichnet.
Der nächste überlieferte Brief dieser Korrespondenz ist Spohr an Hauptmann, 06.10.1843, aus dem sich noch ein derzeit verschollener Brief von Hauptmann an Spohr erschließen lässt.

[1] Dieser Brief an Leo von Thun ist derzeit verschollen.

[2] Bezieht sich auf Hauptmanns gescheiterten Versuch, für Spohr in Leipzig einen Verleger für seine Klaviersonate op. 125 zu finden (vgl. Hauptmann an Spohr, 01.04.1843).

Kommentar und Verschlagwortung, soweit in den Anmerkungen nicht anders angegeben: Karl Traugott Goldbach (28.12.2016).

[…] Sehr erfreulich sprach mich die Theilnahme an, die aus Ihrem lieben Brief hervorleuchtet auch in Bezug auf die Prager Angelegenheit. Diese habe ich indessen schon bei mir abgethan und ich freue mich, daß meine ablehnende Antwort nach Prag abgegangen war, bevor mein Schwiegervater etwas davon erfuhr und mir mit nassen Augen seinen Dank für meine Entscheidung sagen konnte […]

Was Sie aber über mein und Schichts Oratorium schreiben, hat mich sehr interessirt und ich werde mich nun, was ich früher während der Arbeit sorglich vermied, mit demselben näher bekannt machen. Ich kenne überhaupt noch nichts von Schicht. - Auch Ihrer lieben Frau für die freundlichen Zeilen herzlichen Dank! Meine Frau wurde dadurch zu Vergleichungen zwischen Ihrer und Ihrer Frau Handschrift veranlaßt, die aber nicht zu Ihren Gunsten waren.

[…] Mechetti übernahm den Verlag sogleich für das geforderte Honorar, ohne sich vor dem Titel zu erschrecken. […]